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Dematerialisierung und digitaler Darwinismus © Helmet Blocher
© Helmet Blocher

26.06.2015

Dematerialisierung und digitaler Darwinismus

Transform your Industry Bei der CEO Challenge in Stegersbach standen die innovativsten Geschäftsmodelle im Mittelpunkt, die auf den weltweiten Märkten derzeit zu finden sind. Rund 70 Geschäftsführer, Eigentümer und Vorstände erklärten ihre Strategien zur Herausforderung der Digitalen Revolution.

Wien. Das Thema „Think Different – Transform your Industry” der ers-ten CEO Challenge erwies sich als nicht „nur” für Industrieunternehmen interessant, sondern auch für Banken, Verlage und mittelständische Unternehmen.

„Adapt or Die! – Während die Digitalisierung die Logiken ganzer Branchen aushebelt, sehen erfolgreiche Unternehmer noch nie dagewesene Chancen für einen globalen Erfolg”, fasst Veranstalter Helmut Blocher (Inhaber von Succus Wirtschaftsforen) zusammen. „Um die-se zu nutzen, bedarf es eines Perspektivenwechsels für Branchen und Märkte, einer Offenheit gegenüber neuen Geschäftsmodellen und hoher Innovationsbereitschaft.”

Die Neuverteilung der Welt

Rund 70 Geschäftsführer, Eigentümer und Vorstände von mittelständischen Unternehmen, besonders erfolgreiche Neugründer sowie Bereichsleiter und Innovationsverantwortliche von großen Unternehmen waren zusammengekommen, um sich zwei Tage gemeinsam mit den Herausforderungen der Digitalen Revolution auseinanderzusetzen. Spannende Einblicke in die Erfolgsstory von Spire, einem Unternehmen, das bereits ein Jahr nach der Gründung den ersten Satelliten in die Umlaufbahn brachte und heute – nach drei Jahren – 20 Satelliten besitzt, gewährte Theresa Condor, Vice President Corporate Development von Spire, in ihrem Vortrag „Disruption has only begun”.
Karl-Heinz Land, Digital Darwinist & Evangelist, referierte zum Thema „Dematerialisierung” über die Neuverteilung der Welt und erläuterte anhand von Beispielen wie Uber, Airbnb und der „Share-Economy” Chancen und Gefahren, die der aktuelle Paradigmenwechsel bietet. „Vergleichbar mit der ersten und der zweiten industriellen Revolution Mitte des 18. und Ende des 19. Jahrhunderts, befinden wir uns heute in einer digitalen Revolution – und nur die Unternehmen, die sich schnell genug anpassen können, werden diese Entwicklung überleben”.

Digitaler Darwinismus

Denn bei der Digitalisierung verändern sich altbekannte Rahmen und Verhalten radikal. Es werden nicht nur Daten und Prozesse zunehmend digitalisiert und damit mobil verfügbar, sondern auch bis-her überwiegend physisch bereitgestellte Produkte wie Bücher, Geld oder Tickets verlieren ihreKörperlichkeit. Land: „Damit wer-den physische Grenzen überwunden, die in unseren Geschäftsmodellen eine große Bedeutung hatten und häufig deren Grundlage darstellten. (...) Objekte verlieren im digitalen Raum die physikalischen Beschränkungen, die sie in der realen Welt haben.” Welche nachhaltigen Auswirkungen dies auf ganze Branchen haben kann, zeige sich prägnant am Musik- und Zeitungsbusiness, wo „der Darwinismus bereits in vollem Gange ist”.
Über die Treiber für neue Geschäftsmodelle – von Mobile über Wearables bis zur Cloud – ging es im Impulsvortrag von Roland Rott, General Manager der GE Healthcare GmbH, München: „Geschäftsmodell Gesundheit”.

Trends für New Business

Wie Trends in neues Geschäft verwandelt werden können, untersuchten die Teilnehmer gemeinsam mit Delia Dumitrescu von trendwatching.com und Roman Weishäupl, Gründer von Life for Two Inc. und von Darkroom Communication. Das Thema ihres Workshops war „Get it Running”, und die Teilnehmer erfuhren z.B., wie im Silicon Valley Trends umgesetzt werden. Ellen Enkel von der Zeppelin University zeigte weiters auf, wie Co-Creation in der Praxis bei der Airbus-Group funktioniert.
Unter den Teilnehmern gesehen wurden Christian Bartosik (Casinos), Harald Bleier (eco-plus NÖ), Dieter Bodingbauer (Bisnode), Loic Bruvry (Wien Energie), Sabine Duchaczek (Advantage), Michael Jirisch (Post AG), Michael Moll (accent Gründerservice), Ralf Mittermayr (Saubermacher) sowie die Sponsoren-Vertreter Reinhard Karl (Raiffeinsenbank NÖ-Wien), Jörg Busch (PwC) und Philipp Strolz (T-Systems) und viele mehr.(pj)

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