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Normen in harten Zeiten © Austrian Standards/Thomas Maria Laimgruber

Austrian Standards Direktorin Elisabeth Stampfl-Blaha.

© Austrian Standards/Thomas Maria Laimgruber

Austrian Standards Direktorin Elisabeth Stampfl-Blaha.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 15.04.2016

Normen in harten Zeiten

Austrian Standards übernimmt trotz erschwerter Bedingungen Verantwortung und bleibt in österreichischer Hand.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Aus Verantwortung für den Wirtschafts- und Beschäftigungs­standort Österreich und im Wissen um das hohe Vertrauen der Stakeholder setzt das Austrian Standards Institute trotz erschwerter Bedingungen seine Arbeit – jetzt im Rahmen des Normengesetzes 2016, das in seinen wesentlichen Teilen mit 1.4. in Kraft getreten ist – als weiterhin rein österreichische Organisation fort.

Das hat die Vollversammlung von Austrian Standards Institute am 30.3. beschlossen.
Austrian Standards Institute übernimmt diese Verantwortung, allerdings im Bewusstsein, dass sehr wichtige Fragen noch immer offen sind – so zum Beispiel das endgültige Finanzierungsmodell sowie die Prüfung der Mitgliedschaftskriterien bei CEN und ISO. Direktorin Elisabeth Stampfl-Blaha: „Dies geschieht auch im Vertrauen darauf, dass die an der Normung teilnehmenden und an Standards interessierten Organisationen in gleicher Weise ihrer Verantwortung für das Normungssystem nachkommen.”

„Das Beste daraus machen”

Denn das Normengesetz werde Konsequenzen für die Normungsarbeit und für alle mit ihr Befassten mit sich bringen. „Austrian Standards wird alles daran setzen, dass es trotz der notwendigen Leistungsreduktionen und der möglichen Maßnahmen auf der Einnahmenseite weiterhin – und auf Dauer – die neutrale, unabhängige und auch in Zukunft rein österreichische Normungs­organisation bleibt, damit weiterhin auf europäischer und internationaler Ebene die öster­reichischen Interessen wirksam vertreten werden können.”

Man habe seit der Kundmachung des Normengesetzes am 28. Dezember 2015 zahlreiche Gespräche mit Stakeholdern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft geführt und sei „vom Vertrauen, das uns entgegengebracht wird, tief beeindruckt: Wir sehen es als gemeinsamen Arbeitsauftrag, anzupacken und aus der Situation das Beste zu machen”.

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