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2015er-Werte außer Reichweite © APA/Magna

Minus 23 Prozent: Die Fahrzeugfertigung in Graz lief 2015 noch nicht nach Wunsch.

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Minus 23 Prozent: Die Fahrzeugfertigung in Graz lief 2015 noch nicht nach Wunsch.

20.11.2015

2015er-Werte außer Reichweite

Magna hinkt heuer dem vergangenen Geschäftsjahr ­hinterher. Der Umsatz dürfte von 31,9 Mrd. Euro auf 29,1 bis 30,3 Mrd. Euro zurückgehen.

GRAZ/AURORA. Schlechte Nachrichten für Magna: Der austro-­kanadische Autozulieferer konnte im zurückliegenden dritten Quartal nicht mehr an die gute Geschäftsentwicklung davor anschließen und musste Einbußen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Die Erlöse gaben von 8,25 auf 7,66 Mrd. Dollar (von 7,66 auf 7,11 Mrd. Euro) nach. Das operative EBIT sank im Jahresabstand von 627 auf 565 Mio. Dollar (von 582 auf 525 Mio. Euo) und der Nettogewinn auf 470 Mio. Dollar (436 Mio. Euro).

Produktionsrückgänge in Graz

Bemerkbar machte sich die negative Entwicklung auch am Standort Graz, wo die Konzerntochter Magna Steyr in Fremdauftrag für Hersteller wie Mercedes oder BMW Fahrzeuge zusammenbaut. Laut Angaben des Herstellers ging die Zahl der produzierten Fahrzeuge im dritten Quartal im Vergleich zum Vergleichszeitraum 2014 um 28 Prozent auf 23.176 Einheiten zurück.

Die damit erzielten Erlöse sanken ebenfalls um 28 Prozent auf 522 Mio. Dollar (484 Mio. Euro), für 107 Mio. Dollar (99 Mio. Euro) des Rückgangs war allein die Abschwächung des Euro gegenüber dem Dollar verantwortlich.
Zurückzuführen seien die Rückgänge vor allem auf die Modelle Mini Countryman und Mini Paceman, von denen bislang in Graz rund 500.000 Modelle produziert wurden.

Ergebnisrückgang befürchtet

Auswirkungen hat das schlechte Quartal natürlich auch auf das Gesamtjahr: Laut Magna ging die Zahl der gefertigten Fahrzeuge seit Jahresbeginn um 23 Prozent auf 79.000 Einheiten zurück, wertmäßig sanken die Erlöse um 28 Prozent auf 1,73 Mrd. Dollar (1,61 Mrd. Euro).

Für das Gesamtjahr rechnet man hier mit 2,3 bis 2,5 Mrd. Dollar (2,1 bis 2,3 Mrd. Euro) nach 3,2 Mrd. Dollar (3,0 Mrd. Euro) im Vorjahr.
Der gesamte Konzern peilt für das laufende Jahr nun einen Umsatz von 31,3 bis 32,6 Mrd. Dollar (29,1 bis 30,3 Mrd. Euro) an, im vorigen Jahr konnte der Zulieferer weltweit noch 34,4 Mrd. Dollar (31,9 Mrd. Euro) erwirtschaften. (red)

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