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China gibt wieder Gas © Daimler

43 Prozent Plus: Im Oktober konnte Daimler rund 33.000 Autos in China verkaufen.

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43 Prozent Plus: Im Oktober konnte Daimler rund 33.000 Autos in China verkaufen.

20.11.2015

China gibt wieder Gas

Nach Monaten der Stagnation konnte der chinesische Neu­wagenmarkt im Oktober wieder um 13,3 Prozent zulegen.

PEKING/STUTTGART. Die vergangenen Monate waren für Chinas Neuwagenmarkt alles andere als erfreulich: Die Zulassungszahlen lagen nur knapp oder sogar unter den Vorjahreszahlen, seit Längerem wird der größte Automarkt der Welt in die Krise geredet. Zumindest im Oktober war von diesem Negativtrend aber nichts zu spüren: Laut dem staatlich kontrollierten Branchenverband CAAM kamen 1,94 Mio. Neuwagen auf die Straßen – ein Plus gegenüber dem Oktober des Vorjahres von 13,3 Prozent.

GLK treibt Absatz an

Profitiert hätten von den positiven Marktentwicklungen laut Angaben der Nachrichtenagentur Reuters vor allem Kleinwagen mit weniger als 1,6 Litern Hubraum. Da die chinesische Regierung kürzlich die Mehrwertsteuer für Kleinwagen auf fünf Prozent halbierte, konnte im Segment ein Zuwachs von 17 Prozent registriert werden.

Vom Boom profitierte auch einmal mehr der deutsche Premiumhersteller Daimler, der sich schon in den vergangenen Monaten über zweistellige Prozent-Zuwächse freuen durfte.
Vor allem aufgrund der guten Verkaufszahlen für Geländewagen (laut Vertriebsvorstand Ola Källenius wurde seit Jahresbeginn jeder zweite GLK in China ausgeliefert) konnte Daimler seinen Absatz in China um 43 Prozent auf rund 33.000 Fahrzeuge steigern. Damit liefert der Premiumbauer im Reich der Mitte bereits mehr als ein Fünftel seiner ganzen Fahrzeuge aus, weltweit konnte Daimler im vergangenen Monat rund 155.000 Autos an den Mann oder die Frau bringen.

Probleme auf anderen Märkten

Während die deutschen Premiumrivalen BMW und Audi in China mit Absatzproblemen zu kämpfen haben, profitiere Daimler in Fernost Branchenkennern zufolge neben seiner Stärke bei Geländewagen vor allem von seinen vielen neuen Modellen.

Damit kompensiert der Hersteller auch das geringere Plus in anderen Märkten: In Europa konnte Daimler vergleichsweise „nur” acht Prozent mehr Autos verkaufen, in den USA liegt das Plus bei gerade einmal 1,3 Prozent. (red)

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