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Der Dreikampf hält an © Daimler

Zuversichtlicher Konzernchef: Daimler-Boss Dieter Zetsche rechnet 2016 mit steigenden Absatz-, Umsatz- und Ergebniszahlen.

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Zuversichtlicher Konzernchef: Daimler-Boss Dieter Zetsche rechnet 2016 mit steigenden Absatz-, Umsatz- und Ergebniszahlen.

Jürgen Zacharias 22.04.2016

Der Dreikampf hält an

Im Wettrennen um die Krone im Premiumsegment konnte Mercedes im ersten Quartal 2016 an BMW vorbeiziehen, Audi bleibt auf Rang 3.

STUTTGART/MÜNCHEN/INGOLSTADT. Vier Prozent Wachstum sind nicht schlecht, aber für Audi zu wenig, um in der Premiumklasse noch etwas mitreden zu können. Der Dreikampf zwischen Mercedes, Audi und BMW hat in den vergangenen Jahren nämlich derart Fahrt aufgenommen, dass die Ingolstädter mit diesem Plus das Duell um die Krone im Segment nur aus der Distanz verfolgen kann. Von der Spitze lacht neuerdings Mercedes-Benz, die Stuttgarten haben nach dem ersten Quartal 2016 die Nase erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt voran.

Entscheidung in Fernost

BMW hatte Mercedes 2005 vom ersten Platz verdrängt, und 2011 überholte dann auch noch Audi die Stuttgarter. Seit dem vergangenen Jahr liegt die Marke mit dem Stern aber wieder auf Platz zwei, und heuer könnte es am Jahres­ende erstmals sogar wieder mit dem Spitzenplatz klappen – vorausgesetzt, Daimler kann sein hohes Wachstumstempo halten.

Entscheidend dafür ist die Performance am chinesischen Markt, wo Daimler zwar noch nicht das Marktniveau seiner Rivalen erreicht hat, allerdings deutlich schneller wächst. Im ersten Quartal konnte die Sternenflotte dort ihren Absatz um 36% auf 106.641 Fahrzeuge steigern, während Audi in China um fünf Prozent auf 139.000 Auslieferungen zulegte und BMW um knapp zehn Prozent auf gut 127.000 Fahrzeuge.
Große Hoffnungen setzt man in Stuttgart auch auf die neue ­E-Klasse, mit der die jüngste Welle an Modellneuheiten (vorerst) allerdings ihren Abschluss findet; der Erneuerungszyklus wird dann voraussichtlich 2017/18 wieder von vorn beginnen.

Optimistischer Ausblick

Trotz des Absatzrekords im ersten Quartal (inkl. der Marke Smart konnte Daimler 518.940 Fahrzeuge losschlagen) gab der Hersteller auf seiner Hauptversammlung kürzlich nur einen vorsichtigen Ausblick auf die Gewinnentwicklung im ersten Quartal. Verantwortlich dafür seien mehrere Faktoren, darunter auch ein leichter Rückgang im Nutzfahrzeuggeschäft.

Das zweite Halbjahr werde wie in der Vergangenheit jedoch deutlich besser laufen als das erste, versicherte Daimler-Chef Dieter Zetsche. „Alle Anzeichen sprechen dafür, dass 2016 ein gutes Jahr für Daimler wird.” Das operative Ergebnis werde voraussichlich leicht steigen, bekräftigte Zetsche.
Zuletzt hatte im Daimler im Vorjahr einen operativen Gewinn von 13,8 Mrd. € eingefahren, das Konzernergebnis war um ein Viertel auf 8,9 Mrd. € gestiegen.

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