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Die sichere Wahl im Viervierteltakt © xdefxx

Der neue Volvo XC 90 steht ausschließlich mit Vierzylindermotoren in Benzin, Diesel und Hybrid ab 58.450 Euro beim Händler.

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Der neue Volvo XC 90 steht ausschließlich mit Vierzylindermotoren in Benzin, Diesel und Hybrid ab 58.450 Euro beim Händler.

20.11.2015

Die sichere Wahl im Viervierteltakt

Erfreuliche Gegensätze im Volvo XC 90: geräumig und ­aufgeräumt, downsized mit Plus an Leistung und Komfort.

••• Von Bernhard Katzinger


WIEN. Der große Schwede beeindruckt mit imposanter äußerer Erscheinung: Mächtiger Kühlergrill, breite Scheinwerfer, große Fensterflächen. Und innen zeigt sich, dass die Außenansicht von Volvos Luxus-SUV nicht zu viel versprochen hat: Optional bietet der XC 90 sieben Passagieren Platz, für Kinder bis 1,70 Meter ist komfortables Reisen in der dritten Reihe möglich, dann ist immer noch Platz für 340 Liter Gepäck.

Ganz dem Zeitgeist entsprechend, startet Volvo mit dem XC 90 ein Downsizing-Programm, das über die komplette Produktpalette implementiert wird. Konsequent wird bei allen zukünftig neu aufgelegten Modellen auf Vierzylindermotoren gesetzt, gleich ob bei Diesel-, Benzin- oder Hybrid­aggregate. Diese neue skalierbare Produkt­architektur soll in erster Linie eine höhere Wirtschaftlichkeit in ­Produktion und Betrieb gewährleisten.

400 PS-Kraftmonster

Standesgemäß bietet der XC 90 eine Reihe allradgetriebener Modelle mit einer feinen, achtstufigen Automatik, die durch die Bank die Euro 6-Norm erfüllen. Die Motorenpalette startet beim 225 PS starken Common-Rail-Turbodiesel D5, der Benziner mit Namen T6 leistet 320 PS und kommt auch im Hybrid-Modell zu Ehren.

Dieses trägt die Typenbezeichnung T8 Twin Engine. Dass die Gleichung 320+80=400 PS aufgeht, liegt daran, dass beide Aggregate völlig getrennt voneinander werkeln, der Benziner an der Vorderachse, der Elektromotor hinten. Dank einer möglichen Reichweite von 40 Kilometern im rein elektrischen Betrieb darf sich der Zweitönner nach NEFZ-Berechnung einen Normverbrauch von nur 2,5 Litern oder eben entsprechende 59 Gramm CO2 pro Kilometer in die Papiere schreiben.
Schon in der Basisausstattung Kinetic erwartet eine Fülle intelligenter Assistenten den Volvofahrer: Bergabfahr- und Anfahrassistent sind ebenso mit an Bord wie Aufmerksamkeitswarner, erweiterte Stabilitätskontrolle oder Brems­assistent. Das ebenfalls serienmäßige Präventiv-Schutzsystem ergreift bei Verlassen der Straße oder drohendem Überschlag automatisch Schutzmaßnahmen für die Insassen: Die Gurte werden vorgestrafft, die Türen entriegelt, im Hybrid wird die Batterie deaktiviert, und ein Notruf via Volvo On Call wird abgesetzt. Damit wird der schwedische Hersteller seinem Ruf als erste Wahl für sicherheitsbewusste Autokäufer voll gerecht.

Komfort und Sicherheit

Auch an Komfort-Schmankerln findet sich einiges bereits um den Einstiegspreis. So beinhaltet die Kinetic-Ausstattung unter anderem eine Zweizonen-Klimaautomatik, das 8-Zoll-Display sowie elektrisch verstellbare Fahrer- und Beifahrersitze. Will man die recht anständige Basisausstattung in Richtung Luxussegment erweitern, greift man zu den höheren Ausstattungsvarianten. Kleine Auswahl: Ab „Momentum” sorgt das Clean Zone-Luftqualitätssystem für durch ­Aktivkohle gefilterte Atemluft, man sitzt auf einer Lederpolsterung und rollt standesgemäß auf 19-Zoll-Felgen einher.

Ab der mit „Inscription” (=Inschrift) recht originell benannten, nächstteureren Stufe bezieht man Infos über Fahrzustände von einem virtuellen Cockpit in Form eines hochauflösenden Displays anstelle herkömmlicher Armaturenelemente. Nächtens leuchten Voll-LED-Scheinwerfer die Kurven dynamisch aus und regulieren das Fernlicht automatisch, was der Gegenverkehr dankbar zur Kenntnis nimmt. Die sportliche Spitze bildet wie gewohnt die R-Design-Linie mit entsprechenden optischen Elementen innen wie außen, Sportsitzen, Schaltwippen am Sport­lenkrad in gelochtem Leder oder 20 Zoll-Felgen im rassigen 5-Speichen-Design.

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