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Die Sternenflotte auf Rekordkurs © APA/dpa/Uli Deck

Mercedes-Benz konnte von Jänner bis Ende November weltweit knapp 1,7 Mio. Fahrzeuge an Kunden ausliefern.

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Mercedes-Benz konnte von Jänner bis Ende November weltweit knapp 1,7 Mio. Fahrzeuge an Kunden ausliefern.

18.12.2015

Die Sternenflotte auf Rekordkurs

Auf Wachstumskurs: Mercedes-Benz reüssiert im laufenden Jahr insbesondere in Europa und China und steigerte seine Verkaufszahlen bislang um 13,9 Prozent.

••• Von Jürgen Zacharias

STUTTGART. Mercedes-Benz hat im November weltweit 161.953 Fahrzeuge an Kunden übergeben (plus 7,4 Prozent) – so viele wie nie zuvor in einem November. Seit Jahresbeginn konnten die Verkäufe damit auf 1.693.494 Fahrzeuge gesteigert werden – ein Plus von 13,9 Prozent. Damit hat die Stuttgarter Premiummarke mit dem Stern bereits im November den Absatz aus dem Vorjahr übertroffen und einen neuen Höchstwert erreicht.

„Vor allem unsere SUVs und Kompaktwagen kommen hervorragend bei den Kunden an. In beiden Segmenten konnten wir neue Bestwerte erzielen und jeweils über 50.000 Fahrzeuge absetzen”, sagt Ola Källenius, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb.

Neuer Verkaufsrekord in Europa

Besonders stark entwickelte sich der Absatz im November in Europa, wo ein neuer Höchstwert von 67.500 verkauften Einheiten (plus 10,5 Prozent) erzielt werden konnte. Seit Jahresbeginn konnten insgesamt 726.606 Fahrzeuge mit dem Stern an Kunden übergeben werden (plus 10,8 Prozent) – ebenfalls ein neuer Bestwert.

Sowohl im November als auch seit Jahresbeginn konnten Verkaufsbestwerte in Großbritannien, der Schweiz, Schweden und Portugal erzielt werden.
In der NAFTA-Region (USA, Kanada, Mexiko) gingen in den ersten elf Monaten 354.286 Fahrzeuge von Mercedes-Benz an Kunden – ein Plus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
In den USA konnten seit Jahresbeginn 308.885 Fahrzeuge verkauft werden (plus 4,2 Prozent) – ein neuer Bestwert. Nach dem starken Anlauf des GLC in Europa können sich die amerikanischen Kunden im Dezember auf das neue Mittelklasse-SUV freuen. Wie vom Vorgänger, dem Topseller GLK, erwartet das Unternehmen auch hier eine hohe Nachfrage.
Auch in Kanada und Mexiko konnte seit Jänner jeweils ein ­Absatzrekord erzielt werden.

Starke Performance in China

Gute Nachrichten gab es für Mercedes auch in der Region Asien-Pazifik, wo mit 55.725 verkauften Einheiten ein neuer Höchstwert im November (plus 24,7 Prozent) erreicht werden konnten. Besonders stark präsentierte sich der deutsche Hersteller dabei am chinesischen Markt: Insgesamt gingen 36.313 Fahrzeuge an Kunden in China (plus 38,7%).

Per November sind in China erstmals mehr als 300.000 Fahrzeuge ausgeliefert worden.
Die Flaute auf dem chinesischen Automarkt im Sommer war nach Einschätzung von Daimler-Manager Hubertus Troska dementsprechend nur eine kurze Schwächephase. „Seit Oktober hat sich der Trend wieder gewendet”, sagte China-Vorstand Troska. Die Nervosität der Verbraucher durch den Börsencrash in Shanghai habe sich gelegt. Zudem habe die Regierung in Peking mit Steuernachlässen für Autos mit kleineren Motoren den Markt gestützt. Der Pkw-Markt insgesamt werde heuer um sechs Prozent zulegen, sagte Troska.

Daimler trotzte dem Trend

Chinas Automarkt, der auch für den Erfolg der deutschen Hersteller entscheidend ist, war nach jahrelangem stürmischen Wachstum in diesem Jahr monatelang auf Schrumpfkurs; dazu trugen die schwächere Konjunktur, der Börsencrash und das konsequente Vorgehen der Regierung gegen ­Bestechung bei.

Daimler konnte sich anders als die Konkurrenten Audi und BMW diesem Trend entziehen und fuhr weiter zweistellige Zuwächse ein.

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