AUTOMOTIVE BUSINESS
Eine Branche im Wandel © APA/dpa/Bernd Weissbrod

Die Automobilbranche dürfte sich in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

© APA/dpa/Bernd Weissbrod

Die Automobilbranche dürfte sich in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

22.01.2016

Eine Branche im Wandel

KPMG-Studie zeigt: Vernetzung und Digitalisierung führen zu tiefgreifenden Veränderungen traditioneller Geschäftsmodelle.

WIEN. In den Vorstandsetagen der Automobilbranche ist man sich einig: Vernetzung und Digitalisierung sind die bedeutendsten Trends für die kommenden zehn Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt die 17. „Global Automotive Executive”, eine KPMG-Studie, die 800 Vorstände aus 38 Ländern zur Entwicklung der Branche befragt. Erstmals wurden auch die Einschätzungen von 2.100 Kunden erhoben.

Dateneinsatz noch „verhalten”

82% der befragten Vorstände rechnen damit, dass es in den nächsten fünf Jahren zu maßgeblichen Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle kommen wird. Dieser Wandel betrifft die gesamte Wertschöpfungskette – von Entwicklungszyklen über Produkte, Dienstleistungen und Technologien bis zu Kundenbeziehungen und völlig neuen Vertriebsstrukturen.

Die Studie zeigt auch, dass der Einsatz von Daten sowie Informations- und Kommunikationstechnik in der Automobilbranche noch in den Kinderschuhen steckt – das bestätigen etwa 70% der Führungskräfte. Von einigen werden die Daten bisher überhaupt nicht genutzt. Dabei liegt genau beim Einsatz gesammelter Informationen von Fahrer und Fahrzeug der Wegbereiter für maßgeschneiderte Kundenerlebnisse und somit der entscheidende Wettbewerbsvorteil.
„Nur jene Konzerne, die sich an die Geschwindigkeit der Informations- und Technologieunternehmen und an ihre Innovationen und Prozesse anpassen, können Bedürfnisse der Autofahrer in Zukunft erfüllen und zum kundenorientierten Dienstleister werden”, sagt KPMG-Partner Yann-Georg Hansa.

Neue Player betreten den Markt

Mit der zunehmenden Vernetzung drängen auch neue Wettbewerber auf den Markt, die mit ihren Dienstleistungen in den Fahrzeugen Einzug finden. 35% der befragten Vorstände rechnen dennoch damit, dass traditionelle Automobilkonzerne auch in den nächsten fünf Jahren zu den bahnbrechenden Innovatoren der Branche zählen werden. 30% der Befragten sehen die Informations- und Technologieunternehmen als bedeutende Akteure, wobei hier in erster Linie Google und Apple genannt wurden. (red)

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