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Glaskugel Mobilität: Darauf fahren wir ab © Goodyear

Andere An­sprüche Die Generation Y stellt in vielen Bereichen andere Anforderungen an die Mobilität der Zukunft, als wir das heute tun.

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Andere An­sprüche Die Generation Y stellt in vielen Bereichen andere Anforderungen an die Mobilität der Zukunft, als wir das heute tun.

30.10.2015

Glaskugel Mobilität: Darauf fahren wir ab

Gemeinsam mit der Denkfabrik ThinkYoung warf Goodyear im Rahmen der Studie „ThinkGood-Mobility” einen Blick in unsere Mobilitätszukunft. Autos müssen demnach bezahlbar, intelligent und vernetzt sein.

••• Von Jürgen Zacharias

LUXEMBURG/WIEN. Wie wir uns in Zukunft fortbewegen werden? Vermehrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Wie heute hauptsächlich individuell? Oder wird der goldene Mittelweg gesucht? Schwer zu sagen, laut den im Sommer veröffentlichten Erkenntnissen der europaweiten Studie ThinkGoodMobility des Reifenherstellers Goodyear und der internationalen Denkfabrik ThinkYoung unter rund 2.500 Studenten in zwölf Ländern dürfte die Generation Y (die sogenannten Millennials) jedenfalls eine nachhaltige, aber gleichzeitig individuelle Mobilität mit dem eigenen Pkw bevorzugen.

Bezahlbar

Nun wurden weitere Ergebnisse der Untersuchung präsentiert: Demnach erachtet die Mehrheit der Generation Y (rund 56 Prozent) die Entwicklung bezahlbarer Autos, die gleichzeitig dem neuesten Stand der Technik entsprechen, als eine der wichtigsten Aufgaben der Autoindustrie.

Die Konstruktion eines intelligenten Autos mit verbesserter Konnektivität folgt mit rund 32 Prozent. Knapp die Hälfte (47 Prozent) wünscht sich intelligente ­Sicherheitssysteme, und ein ähnlich hoher Anteil (39 Prozent) zeigt sich daran interessiert, dass Autos in der Lage sind, mit anderen Fahrzeugen zur Verbesserung der Sicherheit zu kommunizieren.

„Es spricht für das Verantwortungsbewusstsein der jungen Menschen, dass sie großen Wert auf das Thema Sicherheit legen”, so Carlos Cipollitti, Generaldirektor des Goodyear Innovation Center Luxembourg.

Sicherheitsbedenken

Beim autonomen Fahren zeigen sich die ansonsten technisch affinen Befragten zurückhaltend. Nur rund 22 Prozent können sich für vollkommen selbstfahrende Fahrzeuge begeistern; jedoch könnte sich eine deutliche Mehrheit (rund 78 Prozent) ein gewisses Niveau an Fahrzeugautonomie vorstellen.

Das größte Hindernis dabei sind Sicherheitsbedenken: Rund 56 Prozent der Generation Y zweifeln an der Verlässlichkeit des Fahrzeugs. Aber auch die Finanzierbarkeit wird infrage gestellt (46 Prozent); Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Schutz der Privatsphäre sind weitere Gründe.
Die Generation Y spricht dem autonomen Fahren als Vorteil die Reduzierung von Unfällen zu (rund 61 Prozent). Am zweit- und dritthäufigsten werden „stressfreies Fahren” (rund 42 Prozent) und weniger Staus (rund 40 Prozent) genannt.

Neuer Wettbewerb gestartet

„Die Studienergebnisse bieten einen Einblick in die Vorstellungen und Erwartungen der nächsten Generation an Ingenieuren und Designern rund um die Mobilität im Jahr 2025”, erklärt Cipollitti. „Mit unserem neuen europaweiten Wettbewerb ThinkGoodMobility Challenge wollen wir nun einen Schritt weiter gehen.”

Ziel der Initiative ist es, Entwicklungsimpulse für Mobilität im Jahr 2025 zu setzen. Studenten bestimmter für die Automobilbranche relevanter Fachbereiche sind im Rahmen des Wettbewerbs daher aufgerufen, eigenen Ideen für eine nachhaltige und intelligente Mobilität im Jahr 2025 einzureichen. Diese können sich beispielsweise mit Herausforderungen wie sich häufenden Verkehrsstaus be­schäftigen, aber auch mit der zunehmenden Verschmutzung von Städten.

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