AUTOMOTIVE BUSINESS
Pilotprojekt „Green Skin” © Daimler

Dach, Front, Heck und Seitenelemente eines smart fortwo sollen begrünt werden.

© Daimler

Dach, Front, Heck und Seitenelemente eines smart fortwo sollen begrünt werden.

27.11.2015

Pilotprojekt „Green Skin”

Im Mittelpunkt steht die Machbarkeit der Begrünung eines Autos unter Berücksichtigung der Formensprache des Fahrzeugs.

••• Von Alice Hefner

STUTTGART. Das „Green Skin”- Projekt soll mögliche Wirkungsbereiche veranschaulichen wie beispielsweise Bindung von Feinstaub, Verbesserung der Luftqualität, Eindämmung des „Urban Heat Island Effects” (Hitze-Inseln) und Steigerung der Biodiversität.

Koop Daimler & moovel lab

Im Rahmen des moovel lab Pilotprojeks „Green Skin” werden Dach, Front, Heck und Seitenelemente eines smart fortwo begrünt. Im Mittelpunkt des Projekts steht die technische Machbarkeit der Begrünung eines serienmäßigen Fahrzeugs unter Berücksichtigung der Beibehaltung von Formensprache und Design des Fahrzeugs.

Darüber hinaus sollen mit dem Green Skin-Prototypen Wirkung und Akzeptanz in der Öffentlichkeit getestet und eine Diskussion angeregt werden. Dazu Michael Kuhn, Leiter Kommunikation moovel: „Weltweit ist ein Trend hin zur Begrünung von Fassaden zu beobachten. Mit dem Green Skin- Pilotprojekt wollen wir die technische Machbarkeit der Begrünung eines Fahrzeugs testen sowie die Akzeptanz durch mögliche Kunden.”

Ästhetische Aspekte

Für die Begrünung des Pilotfahrzeugs kommen Sukkulenten (saftreiche Pflanzen) aus der Sedum-Familie zum Einsatz. Sedum-Arten sind einjährige ausdauernde, krautige Pflanzen, seltener Halbsträucher, die mehr oder weniger stark feucht sind.

Die CO2-Umsatzpotenziale eines Quadratmeters mit Sukkulenten begrünten Dachs betragen circa 1,4kg CO2 im Jahr. Ein smart fortwo bietet ca. fünf Quadratmeter Fläche, d.h. es ist davon auszugehen, dass das CO2 Umsatzpotenzial bei circa 7 kg p.a. liegt.
Das Projekt hat aber auch einen ästhetischen Aspekt; hierbei wird veranschaulicht, wie das Stadtbild durch Begrünung von noch ungenutztem Flächenpotenzial auffällig verschönert werden kann. Zudem wird der aktuelle Trend der Fassadenbegrünung aufgegriffen und in Praxistests untersucht.

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