AUTOMOTIVE BUSINESS
Potenziale suchen und besser nutzen © Mazda/Helge Bauer

Heimo Egger sieht vor allem im Firmenkunden-Markt wachsende Absatzmöglichkeiten.

© Mazda/Helge Bauer

Heimo Egger sieht vor allem im Firmenkunden-Markt wachsende Absatzmöglichkeiten.

Heimo Egger 03.06.2016

Potenziale suchen und besser nutzen

Der Autohandel in Österreich stagniert. Trotzdem gibt es für die heimischen Importeure Wachstumschancen. Eine ­Analyse von Mazda Austria-Geschäftsführer Heimo Egger.

Gastkommentar••• Von Heimo Egger


KLAGENFURT. Wirft man einen Blick auf die Marktsituation, dann ist Südosteuropa im Vergleich zu Österreich momentan einen Schritt voraus. Denn dort gibt es jetzt generell Wachstum, auch wenn es von niedrigem Niveau ausging. Die Stimmung bei den Konsumenten ist positiver. Das Auto­geschäft bewegt sich ebenfalls sehr dynamisch. Zum Beispiel hat es Südosteuropa nicht nötig, den Automarkt mit Kurzzulassungen zu impfen. Der Neuwagenhandel dort hat starkes Momentum aufgenommen und in puncto Qualität der Betriebe mittlerweile Topniveau erreicht.

Österreich jedenfalls stagniert, anstatt Kauflust spürt man eher Konsumfrust. Wir brauchen hierzulande dringend Wirtschaftswachstum. Dann springt automatisch auch das Autogeschäft wieder an. Denn sobald die Stimmung positiv ist, fahren Menschen mehr Auto, kaufen sich öfters ein neues und kommen häufiger zum Service.

Marktpotenziale besser nutzen

Bloß auf Wachstum zu warten und auf Reformen für unseren Wirtschaftsstandort zu hoffen, reicht natürlich nicht. Mazda verfolgt sehr aktiv drei Strategien, um im österreichischen Neuwagengeschäft erfolgreich zu sein.

Erstens gilt es, Marktpotenziale zu nutzen. Zurzeit eröffnen sich wachsende Möglichkeiten auf dem Firmenkunden-Markt, die wir ausschöpfen möchten. Zweitens verlangt das geänderte Kundenverhalten eine verstärkte Digital-Strategie. Im Zusammenspiel mit den Händlern brauchen wir moderne Kommunikationsmittel und Online-Systeme – um ein simples Beispiel zu nennen: Tablets für alle Verkaufsberater.
Drittens braucht es einen Fokus auf Neukunden; dabei helfen uns frische Produkte in populären Segmenten wie bei den kleinen SUV. Mit Design und Fahrspaß als USPs wollen wir Kunden erobern und zu treuen Fans machen.
Am Ende des Tages hängt guter Ertrag im Autogeschäft an zwei Faktoren: an hoher Kundenloyalität und am soliden Werkstattgeschäft. Mit 1,5 Prozent Umsatzrendite im Neuwagengeschäft liegen heimische Mazda-Händler schon jetzt über dem Branchenschnitt und haben in den nächsten Jahren noch Aussicht auf Steigerung. Mazda fokussiert nicht allein auf Absatzzahlen, sondern legt ­Priorität auf möglichst hohe Erträge.

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