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Rekord bei Absatz, Umsatz und Produktion © BMW
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Jürgen Zacharias 24.02.2017

Rekord bei Absatz, Umsatz und Produktion

Sensationelle Bilanz: BMW erreichte im vergangenen Jahr in Österreich in allen Bereichen neue Bestwerte.

••• Von Jürgen Zacharias

Mittlerweile ist es zur Gewohnheit geworden: Das neue Jahr beginnt, und BMW Österreich vermeldet neue Rekordwerte. So auch vor wenigen Tagen, als der deutsche Automobilhersteller einmal mehr neue Bestzahlen für das internationale, aber auch für das nationale Geschäft vorlegte. Der Auto-Absatz bei BMW erhöhte sich demnach 2016 um 15,9% auf 19.218 Fahrzeuge. Bei Mini gab es ein Plus von 12,8 Prozent auf 2.841 Autos, und bei den Motorrädern erhöhte sich der Absatz um 8,9 Prozent auf 1.807 Stück. Unter dem Strich legte damit der Umsatz der gesamten Fahrzeugsparte um 5,9 Prozent auf 905,7 Mio. € zu.

Rekorde in allen Bereichen

„Wir sind der erfolgreichste Premiumhersteller in Österreich”, zeigte sich Chris Collet, Geschäftsführer von BMW Austria, begeistert. Mit einem Wachstum von 15% sei die BMW Group doppelt so stark gewachsen wie der Gesamtmarkt, und bei den Motorrädern sei man nach wie vor Marktführer. Auch das Car-Sharing-Angebot DriveNow funktioniere ganz nach Wunsch – mittlerweile habe man in Wien fast 80.000 Kunden, so Collet. Täglich würden jeder BMW und jeder Mini der DriveNow-Flotte rund acht Mal genutzt.

Gute Nachrichten gibt es auch von BMW Financial Services, das die Zahl seiner Neuverträge um 10,7 Prozent auf 15.350 steigern konnte und damit erstmals über einer Bilanzsumme von einer Mrd. € lag. Der Vertragsbestand der achtgrößten Salzburger Bank stieg auf mehr als 43.000 an.
Neue Rekordergebnisse liefert auch das größte Motorenwerk der BMW Group in Steyr: Für den Bereich vermeldet BMW ­einen Zuwachs von 6,7 Prozent auf 1,26 Mio. gefertigte Motoren und ein Umsatzplus von 2,4 Prozent auf 3,9 Mrd. €.

Diesel bleibt weiter im Fokus

Laut Geschäftsführer Gerhard Wölfel legte man damit das „beste Ergebnis in der 35-jährigen Produktionsgeschichte hin”. Jeder zweite weltweit ausgelieferte BMW sei „mit einem Herz aus Steyr” unterwegs. „So ein Output ist nur möglich mit einem Produktionssystem am Puls der Zeit: Viele Innovationen wie Data & Analytics, Smart Logistics oder Leichtbauroboter, die unsere Mitarbeiter in der Produktion unterstützen, sind schon heute in unserem Werk im Einsatz”, so Wölfel weiter.

Mehr als zwei Drittel der gefertigten Triebwerke sind laut dem Manager Dieselmotoren – und daran werde sich auch so schnell nichts ändern. „Wir stehen zu 100 Prozent hinter dem Diesel”, so Wölfel. „Wir merken keinen Nachfragerückgang beim Diesel-Antrieb und würden uns eine sachliche Diskussion zum Thema wünschen: Wir werden auch in den nächsten zehn, 20 Jahren noch hocheffiziente Verbrennungsmotoren brauchen – allein schon, um die Vorgaben zur CO2-Reduktion in Europa und in vielen anderen Ländern weltweit zu erreichen.”

Geplante Mio.-Investition

Seit 1977 habe BMW am Standort insgesamt 6,4 Mrd. € investiert, bis Ende 2017 sollen nun weitere 100 Mio. € in den Ausbau des Dieselmotoren-Entwicklungszentrums fließen. „Wir errichten 30 neue Motorenprüfstände”, so Wölfel. „Damit werden wir auch in Zukunft die besten Triebwerke der Welt entwickeln und bauen. Das ist ein klares Bekenntnis zu Österreich und zum Standort Steyr.”

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