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SUV-Gipfelstürmer neu aufgelegt © Volkswagen

Der VW Tiguan ist trotz der Jahre am Buckel Österreichs meistverkauftes SUV. Die neue zweite Generation soll es ihm gleichtun.

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Der VW Tiguan ist trotz der Jahre am Buckel Österreichs meistverkauftes SUV. Die neue zweite Generation soll es ihm gleichtun.

04.12.2015

SUV-Gipfelstürmer neu aufgelegt

Das populärste SUV Österreichs, der VW Tiguan, glänzt ab April in neuem Kleid. Das alles kann die zweite Generation.

••• Von Rainer Behounek


WOLFSBURG. 2014 wurde der VW Tiguan in Österreich sage und schreibe 6.811 mal verkauft, so oft, wie kein anderes SUV. Und das, obwohl es den Tiguan seit 2007 gibt; natürlich gab es Facelifts, aber die Basis ist seitdem unverändert. Das Wort Tiguan ist eine Mischung aus Tiger und Leguan und wurde bei einer Publikumswahl ermittelt, Volkswagen hatte Nanuk oder ­Namib vorgesehen.

Die zweite Generation des VW Tiguan kommt im April 2016 in den Handel und ist sofort als Nachfolger erkennbar: Sechs Zentimeter länger, drei Zentimeter breiter und ebenfalls drei Zentimeter flacher, steht der Tiguan nun dynamischer da und wirkt insgesamt selbstbewusster. Der Radstand legt um 7,7 Zentimeter zu, was vor allem den Passagieren im Fond zugute kommt, die über mehr Kniefreiheit verfügen. Die Rückbank lässt sich nun serienmäßig um bis zu 18 Zentimeter verschieben und ermöglicht ein Kofferraumvolumen von 615 bis 1.655 Liter.
Die Insassen finden ein funktionales Cockpit vor, das ins neue Zeitalter gehoben wurde, Stichwort Digitalisierung. Statt dem Kombiinstrument findet sich ein großes Display wieder, das auf Wunsch Navigation und mehr anzeigt.

Voll vernetzt

Das je nach Ausstattung bis zu acht Zoll große Display in der Mittelkonsole beherbergt eine Vielzahl an Online-Lösungen. So ist das Navigationssystem voll vernetzt, die Verkehrsmeldungen sowie Parkplatz-Infos trudeln ebenfalls in Echtzeit ein. Dank App-Connect lassen sich Apple- und Android-Smartphones schnell und einfach mit dem Tiguan synchronisieren und erlauben sogar eRemote-Dienste, also die Ansteuerung gewisser Funktionen via Smartphone-App.

Erstmals findet sich im VW Tiguan auch ein Drehdrückregler, mit dem sich unterschiedliche Fahrprogramme auswählen lassen: Onroad, Offroad, Snow und Offroad-Individual sollen helfen, den Tiguan stets und überall rauf und runter zu bringen. Wer will, nimmt die Offroad-Front und erhält einen Böschungswinkel von 25 Grad.
Dem Bereich der Assistenzsysteme wurde viel Bedeutung geschenkt, er wurde von der Basis weg aufgestockt. Serienmäßig an Bord ist beim neuen VW Tiguan die Multikollisionsbremse, Front-Assist mit automatischer Bremsung bis 50 km/h, radargestützte Fußgängererkennung, Spurverlassenswarner sowie die aktive Motorhaube.

Üppiges Motorenpaket

Die sprichwörtliche Qual der Wahl hat man ab April bei den Motoren. Die zwei Benzinmotoren mit 1,4- und 2,0-Liter Hubraum kommen in jeweils zwei Ausführungen, der Kleine mit 125 bzw. 150 PS, der Hubraumstärkere verfügt über 180 und 220 PS.

Der Selbstzünder bietet bei zwei Litern Hubraum vier Leistungsstufen: 115, 150, 190 und 240 PS. Die jeweils stärksten Versionen und der 190 PS-Diesel sind ausschließlich mit Allradantrieb und DSG zu haben, der kleinste Benziner und Diesel nur mit Frontantrieb. Dazwischen kann man sich aussuchen, ob man selber schaltet oder mittels 7-Gang-DSG und mit Front- oder Allradantrieb durch die Gegend fährt.
Der VW Tiguan hat aber noch einige Asse im Ärmel, denn 2017 rollte nicht nur die Langversion des Kompakt-SUV an, er übernimmt auch das Plug-In-Hybrid-System des VW Passat und wird so zum Teilzeit-Stromer. Fix ist die neue Nomenklatur der Ausstattungslinien: Statt wie bisher Sport & Style, Sky und Track & Style heißen die Varianten künftig Trendline, Comfortline, Highline und Skyline. Die Preise und Ausstattungsmerkmale stehen derzeit noch nicht fest.

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