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Volvo legte 2016 deutlich zu © Volvo

Firmenchef Håkan Samuelsson rechnet nach dem Rekordjahr 2016 heuer erneut mit Bestwerten.

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Firmenchef Håkan Samuelsson rechnet nach dem Rekordjahr 2016 heuer erneut mit Bestwerten.

Jürgen Zacharias 16.02.2017

Volvo legte 2016 deutlich zu

Der schwedische Automobilhersteller darf sich im vergangenen Geschäftsjahr über Zuwächse bei Absatz und Umsatz freuen.

STOCKHOLM. Gute Nachrichten kommen dieser Tage von Volvo. Beflügelt von einem erneuten weltweiten Absatzrekord von 534.332 Fahrzeugen, verkündete der schwedische Autobauer im Rahmen einer Pressekonferenz in Stockholm ein deutlich verbessertes Betriebsergebnis von 1,2 Mrd. € im Vergleich zu 698 Mio. € im Jahr 2015. Der Umsatz legte im gleichen Zeitraum von 17,3 Mrd. € auf 19,1 Mrd. € zu, was ein Plus von zehn Prozent bedeutet. Auch die Umsatzrendite verbesserte sich – von vier auf nunmehr 6,1 Prozent 2016.
 
Diese Ergebnisse bestätigen laut dem Hersteller „den Erfolg des anhaltenden Transformationsprozesses von Volvo“. Das Verkaufsplus von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum sei insbesondere vom kräftigen Wachstum auf den größten beiden Einzelmärkten der Marke getragen: In China konnte Volvo um 11,5% zulegen, in den USA steht sogar ein Plus von 18,1% zu Buche.
 
„Volvo eilt von Erfolg zu Erfolg. Die neuen Modelle sind erfolgreich, der Absatz erklimmt ein Allzeithoch, und die Gewinne steigen nachhaltig. Dies ist ein Verdienst all unserer Mitarbeiter“, erklärte Håkan Samuelsson, Präsident und CEO der Volvo Car Group. „Auf dieser Basis erwarte ich für 2017 beim Absatz ein weiteres Rekordjahr.“
 
Abseits der nackten Zahlen setzte Volvo laut Samuelsson im vergangenen Jahr auch noch andere, wichtige Schritte in seine Zukunft. So gab der Hersteller erstmals in seiner fast 90-jährigen Unternehmensgeschichte im Mai 2016 eine Anleihe in Höhe von 500 Mio. € aus, im November folgte eine zweite Anleihe von 316,5 Mio. € und im Dezember erlöste Volvo weitere 527,4 Mio. € durch die Ausgabe von Anleihen an drei institutionelle Anleger. Auf der Produktseite komplettierte Volvo im vergangenen Jahr seine 90er-Top-Baureihe: Neben der Premium-Limousine Volvo S90 und dem Kombi Volvo V90 präsentierte die Marke den vielseitigen Allroad-Kombi Volvo V90 Cross Country als nunmehr viertes Modell.
 
Um seine gute Marktposition beim autonomen Fahren sowie bei automobiler Konnektivität und Sicherheit weiter zu stärken, ist die Volvo Car Group zudem zwei neue Partnerschaften eingegangen: Im August wurde die Kooperation mit dem Online-Fahrvermittlungsdienst Uber bekannt gegeben, mit dem die nächste Generation autonom fahrender Autos entwickelt wird. Und im September folgte die Ankündigung eines Joint-Ventures mit Autoliv, einem der weltweit führenden Anbieter automobiler Sicherheitssysteme. Im Rahmen der erstmaligen Partnerschaft eines Premium-Herstellers und eines sogenannten TIER-1-Zulieferers soll gemeinsam Software für das autonome Fahren der Zukunft entwickelt werden.
 
„Mit diesen Allianzen wappnet sich Volvo Cars für die anstehenden Veränderungen in der Automobilindustrie. Die Themen nachhaltige Profitabilität, steigende Absätze und neue Geschäftsinitiativen werden wir auch in 2017 weiter verfolgen“, so Samuelsson abschließend. (jz)

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