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VW behauptet 2014 seinen Innovations-Spitzenplatz © Volvo

Mit 35 Indexpunkten innovationsstärkstes Modell 2014: Volvos Premium-SUV XC90.

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Mit 35 Indexpunkten innovationsstärkstes Modell 2014: Volvos Premium-SUV XC90.

Moritz KOlar 08.05.2015

VW behauptet 2014 seinen Innovations-Spitzenplatz

Studie PricewaterhouseCoopers (PwC) und das Center of Automotive Management küren innovativste Autohersteller

Mit 244 Innovationen im vergangenen Jahr führt VW das Ranking an, gefolgt von Daimler und Ford.

Frankfurt. Volkswagen und Daimler führen die Rangliste der weltweit innovativsten Automobilkonzerne an – und das bereits seit zehn Jahren. So kann Volkswagen beim AutomotiveInnovations Award 2015, den die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und das Center of Automotive Management (CAM) jährlich verleihen, zum wiederholten Mal seinen ersten Platz in der Kategorie „Innovationsstärkster Automobilkonzern” behaupten. Mit 244 Innovationen im Jahr 2014 und einer Innovationsstärke, die erstmals die Schwelle von 200 Indexpunkten überschreitet, erreicht Volkswagen die höchsten je gemessenen Werte für einen einzelnen Konzern seit 2005. Mit deutlichem Abstand an zweiter Stelle ist Daimler zu finden, dicht gefolgt von Ford.

Neuer Innovations-Rekord

„Die Innovationskraft ist gerade für deutsche Automobilhersteller eine zentrale Voraussetzung für Erfolg. Wer einen Mercedes, Audi, BMW oder Porsche kauft, erwartet zu Recht Spitzentechnologie für sein Geld”, so Felix Kuhnert, Partner und Leiter des Bereichs Automotive bei PwC Deutschland und Europa. „Gleichzeitig muss eine weltweit exportierende Branche auf die Anforderungen von Kunden anderer Länder reagieren; auch das erhöht die Taktzahl bei den Entwicklungen.”
Grundlage für die Auswertung liefert die Innovationsdatenbank des CAM in Bergisch Gladbach. Sie umfasst die fahrzeugtechnischen Innovationen von 18 Automobilkonzernen und 53 Marken. Als Innovationen gelten nur Neuerungen, die einen spürbaren zusätzlichen Kundennutzen bieten und bereits in Form von Prototypen vorgestellt wurden. Im Jahr 2014 gingen mehr als 1.200 Innovationen in die Bewertung ein, so viele wie nie zuvor. Mit 37 Prozent entfällt nach wie vor der größte Anteil auf deutsche Automobilkonzerne, trotz eines Rückgangs von vier Prozentpunkten im Vergleich zum Rekordwert des Vorjahrs.

Minus in Japan, Plus in USA

Mit einem Minus von vier Prozentpunkten sinkt auch die Zahl der Innovationen in Japan, das sich jedoch mit einem Gesamtanteil von 18 Prozent weiter auf Rang zwei behauptet. Amerikanische Hersteller können dagegen zulegen: Sie steigern ihren Anteil an Innovationen um zwei Prozentpunkte auf insgesamt 17 Prozent. Den Innovationsanteil auf 7,8 Prozent sogar verdoppeln konnte der indische Tata- Konzern, zu dem die Marken Jaguar und Land Rover gehören.

Volvo XC90 vor VW Passat

Der Preis für die innovationsreichste Volumenmarke geht in diesem Jahr erstmals an Ford. Der Volvo XC90 siegt 2015 als innovationsstärkstes Automodell mit 35 Indexpunkten vor dem VW Passat (31) und dem Jaguar XE (23). „Die Automobilindustrie ist mitten in einer Phase paradigmatischer Veränderung: Neue Märkte, neue Kundenanforderungen und neue Technologien führen in vieler Hinsicht zu einer ‚Neuerfindung des Automobils'”, erläutert CAM-Studienleiter Stefan Bratzel. „Eine hohe Innovationskraft ist dabei eine wichtige Voraussetzung, aber keine Garantie für künftigen Erfolg in einer Branche, für die sich zunehmend auch neue Player wie Google und Apple interessieren.”

Sonderpreise zum Jubiläum

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der AutomotiveInnovations-Studienreihe werden in diesem Jahr drei Sonderpreise verliehen – für den innovationsstärksten Konzern, die innovationsstärkste Marke und das innovativste Projekt der vergangenen zehn Jahre. Auch hier liegt Volkswagen bei der Konzernwertung vorn: Das Unternehmen kommt innerhalb von zehn Jahren auf rund 1.250 Einzelinnovationen.
Beim Markenranking kann Mercedes-Benz im Hinblick auf die ganze Dekade einen deutlichen Vorsprung von mehr als 200 In-dexpunkten vorweisen. Auch 2015 belegt die schwäbische Premiummarke erneut Platz eins. Die BMW AG wird für ihr Engagement im Bereich alternativer Antriebe gewürdigt: Das „project i” erhält den Sonderpreis als innovativstes Projekt der vergangenen zehn Jahre. Mit seinen Modellen i3 und i8 setzt der Münchner Konzern konsequent auf E-Mobilität und auf eine leichte Karosseriebauweise mit Karbon-Konstruktionen.

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