AUTOMOTIVE BUSINESS
Wachstumsstrategie © BASF

Aktuell macht BASF im Automobilbereich einen Umsatz von rund 9,5 Mrd. Euro.

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Aktuell macht BASF im Automobilbereich einen Umsatz von rund 9,5 Mrd. Euro.

11.12.2015

Wachstumsstrategie

BASF will von den immer strengeren Abgasvorgaben profitieren und sein Geschäft im Automobilbereich weiter ausbauen.

LUDWIGSHAFEN. Die Geschäfte laufen gut, der deutsche Chemieriese BASF will aber trotzdem mehr und seinen Umsatz in der Autoindustrie jährlich weiter um fünf Prozent steigern. Damit würde der Zulieferer schneller als die Auto­branche wachsen. Das Unter­nehmen setzt bei seiner Wachstums-Strategie auf neue Produkte wie einen Vier-Wege-Katalysator und auf neue Abgasvorgaben in Europa und den USA, die ab 2017 kommen.

Batteriematerialien im Fokus

„Strenge Vorschriften werden der BASF helfen”, sagte das für Katalysatoren, Lacke und Nordamerika zuständige Vorstandsmitglied Wayne T. Smith den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX.

Die Zahl der Autos wuchs nach seinen Angaben im Schnitt der vergangenen Jahre um drei Prozent, in diesem Jahr hält er ein Plus von ein bis zwei Prozent für möglich.
Große Hoffnungen setzt der weltgrößte Chemiekonzern weiter auf Batteriematerialien für Elektroautos. In einem US-Prozess um angeblich verletzte BASF-Patente für solche Produkte erwartet Smith für 2016 das Urteil.
Nach seinen Angaben macht BASF einen Umsatz von neuneinhalb Milliarden Euro mit der Autoindustrie, der wichtigsten Branche für die BASF.
Smith bestätigte außerdem, dass BASF verschiedene Möglichkeiten für ihr Industrielack-Geschäft prüft. Der Chemieriese will sich von seinem Geschäft mit Spezial-Lacken zur Beschichtung von Stahl oder Aluminium trennen.
Die Sparte „Coil Coatings” könnte dem Ludwigshafener Konzern laut der Meinung von Experten zwischen 400 und 500 Mio. Euro einbringen.

Verkauf an Konkurrenz?

Die Metall-Lacke finden sich etwa auf Kühlschränken, Jalousien und auf ganzen Hausfassaden. Die besten Chancen würden Konkurrenten aus der Lack-Branche eingeräumt, da BASF die Produktionsanlagen nicht mitverkaufen wolle, hieß es in Verhandlungskreisen. In der Branche sind etwa Akzo Nobel, die US-Konzerne PPG Industries und Sherwin-Williams sowie die japanischen Unternehmen Kansai Paint und Nippon Paint aktiv. (red)

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