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Weiter steigende Wertschöpfung © H. Mandl

Jeder 109. Arbeitsplatz in Österreich hängt direkt oder indirekt an der 2Rad-Branche.

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Jeder 109. Arbeitsplatz in Österreich hängt direkt oder indirekt an der 2Rad-Branche.

Moritz KOlar 12.06.2015

Weiter steigende Wertschöpfung

Arge 2Rad Mit dem Economica Institut für Wirtschaftsforschung wurde die ökonomische Bedeutung der heimischen Motorradwirtschaft untersucht

Die Bruttowertschöpfung liegt laut der Untersuchung bei 2,4 Mrd. Euro jährlich.

Wien. In Kooperation mit dem Economica Institut für Wirtschaftsforschung hat die Arge 2Rad kürzlich aktuelle Zahlen zur Bedeutung der österreichischen Motorradwirtschaft veröffentlicht. Demnach erwirtschaftete das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk (dazu zählen neben der klassischen Herstellung und dem Handel auch jene Wirtschaftsbranchen, deren Produkte und Dienstleistungen vom Motorrad abhängen) 2014 eine Bruttowertschöpfung von 2,4 Mrd. Euro und ist jeder 109. Arbeitsplatz in Österreich direkt und indirekt der Motorradwirtschaft zurechenbar. „Das Wertschöpfungsnetzwerk der Motorradwirtschaft ist somit für 0,83 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich und damit mit der gesamten Leistung des Sektors Einzelhandel mit Bekleidung vergleichbar”, sagt Anna Kleissner von Economica. „Jeder 120. erwirtschaftete Euro in Österreich ist somit mittelbar oder unmittelbar der Motorradwirtschaft zuzurechnen.”

Steigende Exporterfolge

Die Wichtigkeit der Motorradwirtschaft manifestiere sich auch in der Bedeutung für den Arbeitsmarkt als Jobgarant. Allein im Kernbereich der Motorradwirtschaft, also in der Herstellung von und im Handel mit Krafträdern, finden 5.200 Personen Beschäftigung. Insgesamt sichert die Motorradwirtschaft über die Verflechtungen mit Vorleistungsbetrieben und durch Konsumeffekte mehr als 39.000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus ist laut Arge 2Rad auch die Exportleistung der Branche überdurchschnittlich. Im Jahr 2014 betrug der Gesamtwert der exportierten Waren 808 Mio. €, womit jeder 200. Exporteuro in Österreich durch den Kernbereich der Motorradwirtschaft erwirtschaftet wird – das Wachstum ist mit plus 10% jährlich überdurchschnittlich stark. Neben KTM sind auch Unternehmen wie Sebring/Remus und BER (Rotax) wesentlich für die Exporterfolge der Motorradbranche verantwortlich, so Christian Arnezeder, Obmann der Arge 2Rad.

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