AUTOMOTIVE BUSINESS
Ziel: kräftiges Wachstum © dpa/A3634 Friso Gentsch

Im Jänner konnte Opel europaweit 80.000 Autos an den Mann und die Frau bringen.

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Im Jänner konnte Opel europaweit 80.000 Autos an den Mann und die Frau bringen.

Redaktion 11.03.2016

Ziel: kräftiges Wachstum

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann will den Absatz des deutschen Autobauers im laufenden Jahr weiter steigern.

RÜSSELSHEIM. Es gab Zeiten, da kämpfte Opel ums Überleben. Da stand eine Übernahme des traditionsreichen Rüsselsheimer Unternehmens durch den Magna-Konzern im Raum. Da gaben dem Hersteller selbst Branchenkenner nur noch geringe Chancen.

Heute, wenige Jahre später, geht es – weniger existenziell – darum, dass der Autobauer endlich wie ­geplant aus den roten Zahlen findet.
Im Vorjahr konnte das Minus als Konsequenz eines erfolgreichen Spar- und Konsolidierungsweges schon deutlich reduziert werden, heuer soll es laut Opel-Chef Karl-Thomas Neumann gänzlich in ein Plus verwandelt werden, auch wenn das keine leichte Aufgabe sei. Am Rande des Genfer Automobilsalons gab sich Neumann trotzdem zuversichtlich, das hochgesteckte Ziel zu erreichen: „Ich bin, was den Markt angeht, etwas optimistischer als Ende vergangenen Jahres.” Nachsatz: „Und wir wollen in diesem Jahr schwarze Zahlen erreichen.”

Stärker als der Markt wachsen

Um den Turnaround zu schaffen, will die GM-Tochter ihren Absatz im laufenden Geschäftsjahr kräftig steigern. Der Markt werde „um einige Prozentpunkte wachsen”, so Neumann, der für Opel selbst allerdings überdurchschnittliche Wachstumsziele verfolgt: „Wir wollen deutlich mehr als im letzten Jahr verkaufen.”

Trotz des Rückzugs vom russischen Markt konnte Opel von Jänner bis Dezember rund 1,1 Mio. Autos verkaufen und damit um gut drei Prozent mehr als noch 2014.
Und im Jänner ging es sogar noch deutlicher nach oben: Mit rund 80.000 neu zugelassenen Fahrzeugen erzielte die Marke den höchsten Jänner-Absatz und Jänner-Marktanteil seit 2011.
Der Absatz wuchs damit um mehr als 7.500 Einheiten oder 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahres­monat. Damit konnte der Rüsselsheimer Hersteller deutlich stärker zulegen als der gesamteuropäische Fahrzeugmarkt, der lediglich ein Plus von 2,6 Prozent verbuchte. Der Marktanteil am Gesamtmarkt stieg damit um mehr als 0,4 Prozentpunkte auf 5,75 Prozent. (red)

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