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2016 steigen die Gehälter um 2,7% © Panthermedia.net/Andriy Popov

Aufgrund der meist niedrigen Teuerungsraten steigen in vielen Ländern die Gehälter auch inflationsbereinigt.

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Aufgrund der meist niedrigen Teuerungsraten steigen in vielen Ländern die Gehälter auch inflationsbereinigt.

06.11.2015

2016 steigen die Gehälter um 2,7%

Die Einkommenszuwächse in Österreich bewegen sich dabei relativ homogen zwischen 2,5% im unteren Management und +2,7% bei Vorständen und Geschäftsführern.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Die Gehälter in Österreich werden im kommenden Jahr im Schnitt um 2,7 Prozent zulegen.

Diese Entwicklung betrifft die Einkünfte im unteren Management ebenso wie bei Vorständen und Geschäftsführern – und auch Fachkräfte und Spezialisten können mit einem Gehaltsplus von 2,5 bis 2,7% rechnen, steht in einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum zur Gehaltsentwicklung in 26 europäischen Ländern.
Inflationsbereinigt können die Österreicher im kommenden Jahr somit ein leichtes Gehaltsplus erwarten: Nach Abzug der von der EU-Kommission prognostizierten Preissteigerungsrate von 2,2% ergibt sich für Österreich eine inflationsbereinigte Gehaltssteigerung von 0,5%.

Gute Geschäftsentwicklung

„Viele Studienteilnehmer begründen die positive Gehaltsentwicklung mit der guten geschäftlichen Entwicklung des eigenen Unternehmens sowie mit dem positiven wirtschaftlichen Ausblick im eigenen Land”, erklärt Alfred Berger, Leiter Compensation bei Kienbaum Wien. „Die Gehaltsentwicklung wird in vielen Unternehmen aber natürlich auch maßgeblich durch die individuelle Leistung der einzelnen Mitarbeiter beeinflusst.”

Ein kurzer Sidestep zu den Chefs

Die Spitzenmanager in der Alpenrepublik verdienen laut letzter Einkommenserhebung des WdF (Wirtschaftsforum der Führungskräfte) im Durchschnitt 194.200 € brutto im Jahr.

Die Jahreseinkommen der Führungskräfte der zweiten Ebene liegen bei 127.500 und in der dritten Führungsebene bei 85.000 € brutto

Glückliche Norweger

In Norwegen steigen die Gehälter gegenwärtig mit 3,2% am stärksten; auch inflationsbereinigt können die Norweger mit einem deutlichen ­Gehaltszuwachs rechnen.

Hinter Norwegen folgen sodann die Niederlande und Deutschland mit Steigerungsraten von jeweils 2,9%. „Zieht man die Teuerungsrate ab, liegt Deutschland allerdings nur noch im Mittelfeld”, sagt ­Berger. Im Schnitt werden die westeuropäischen Unternehmen die Gehälter in 2016 im Schnitt um 2,5% erhöhen.
„Insgesamt liegen die Gehaltssteigerungen in West- und auch Südeuropa recht nah beieinander”, kommentiert Berger. „Österreich rangiert bei der prognostizierten Gehaltsentwicklung unter den westeuropäischen Ländern auf dem guten vierten Platz. Bedingt durch die erwartete hohe Inflationsrate von 2,2% laut European Economic Forecast, werden die Löhne der heimischen Fach- und Führungskräfte jedoch real nur um 0,5% steigen; das ist vor Luxemburg die zweitniedrigste Reallohnsteigerung in ganz Westeuropa.”

Höhere Gehälter in Russland

In Ost- und Südosteuropa werden sich die Gehälter 2016 laut Kienbaum-Studie hingegen vergleichsweise heterogen entwickeln: Während besonders die Türkei und Russland mit 5,7 bzw. 6,3% im kommenden Jahr deutliche Gehaltssteigerungen verzeichnen werden, geht es in Bulgarien, Kroatien und Slowenien mit um 2% höheren Gehältern langsamer voran.

Allerdings wird in Russland wie auch in der Türkei eine hohe Preissteigerung erwartet, sodass sich die inflationsbereinigten Gehälter in beiden Ländern sogar negativ entwickeln können. „In den übrigen Ländern dieser Regionen steigen die Gehälter 2016 unter Einbezug der Teuerungsrate voraussichtlich um etwa 1,0 bis 1,5 Prozent, was in etwa dem Niveau in West- und Südeuropa entspricht”, sagt Kienbaum-Vergütungsexperte Berger.
www.kienbaum.de

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