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Am Career Service der Unis hapert’s © dpa/Peter Kneffel

Konkrete Wünsche62% der Studierenden wünschen sich, dass die Firmen Stellenangebote für Praktika oder Einstiegsjobs am Campus aushängen und dadurch Einstiegsmöglichkeiten transparent werden.

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Konkrete Wünsche62% der Studierenden wünschen sich, dass die Firmen Stellenangebote für Praktika oder Einstiegsjobs am Campus aushängen und dadurch Einstiegsmöglichkeiten transparent werden.

Paul Christian Jezek 03.02.2017

Am Career Service der Unis hapert’s

Die heimischen Hochschulen tun (noch?) zu wenig dafür, ihre Studierenden auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Eine brandaktuelle Studie unter 7.700 abschlussnahen Studierenden von 32 Unis und Fachhochschulen in Österreich registriert schlechte Noten für den Praxisbezug des Studiums sowie die Kooperation der Hochschulen mit der Wirtschaft.

Konkret bedeutet das: Nur die Hälfte der Studierenden ist mit der Beratung durch den Career Service zufrieden. Das Angebot an ausgeschriebenen Stellen für Praktika oder Einstiegsjobs sowie die Zusammenarbeit mit Firmen bei Forschungsprojekten schneiden im Urteil der Studentenschaft ebenso schlecht ab – und mit dem Angebot an Job- und Karrieremessen am Campus sind nur drei von fünf Studierenden zufrieden. „Genau diese Dinge sind es aber, die Studierende am besten aufs Arbeitsleben vorbereiten”, sagt Bernhard Vierhaus, Country Manager der Beratungsfirma trendence, die das „Graduate Barometer” erstellt hat. „Sie erwerben wertvolle Fähigkeiten, bekommen Einblicke ins Arbeitsleben und knüpfen Kontakte für den Einstieg. Von insgesamt 28 Kriterien, anhand derer die Studierenden ihre Uni bewerten, schneiden diese Faktoren am schlechtesten ab!”

Es braucht aktives Marketing

„Die Mitarbeiter der Career Center haben meist wenig oder gar keine Erfahrung von praktischer Personalarbeit in Firmen und können Studierenden oft nur theoretisches Wissen vermitteln”, bekrittelt Vierhaus.

Würden mehr Firmen aktives Hochschulmarketing betreiben, wäre das eine Win-Win-Situation für alle Seiten: Die Arbeitgeber sind am Campus nah an ihrer Zielgruppe und können die potenziellen Mitarbeiter direkt mit Informations- und Beratungsangeboten unterstützen und sie so von einem Job bei sich im Haus überzeugen.
Als bereits besonders aktiv am Campus gelten übrigens Hofer, die Raiffeisen Zentralbank und Siemens; auch das Engagement der voestalpine, der Erste Bank und von Deloitte wird von den Studierenden wahrgenommen.

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