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Back to the roots © Melzer PR

IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer, Peter Truzla (Henkel), Julia Bock-Schappelwein (Wifo), Thomas Teufl (BFI Wien, v.l.).

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IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer, Peter Truzla (Henkel), Julia Bock-Schappelwein (Wifo), Thomas Teufl (BFI Wien, v.l.).

Paul Christian Jezek 03.02.2017

Back to the roots

Welche Bildung braucht die Wirtschaft? Basiswissen und soziale Kompetenz als Grundpfeiler.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Unsere Wirtschaft braucht qualifiziertes Personal mit Basiswissen, sozialen Kompetenzen, vernetztem Denken sowie Flexibilität. Bei der Auftaktveranstaltung des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK) Mitte Jänner verwies Wifo-Expertin Julia Bock-Schappelwein darauf, dass dies nicht nur junge Menschen betreffe, sondern auch die „Generation 50 plus”: „Der Ausbau der Weiterbildungsmöglichkeiten für diese Altersklasse ist eine wichtige Maßnahme, die vor allem im Zeitalter der Digitalisierung vermehrt umgesetzt werden muss.”

Allerdings fehlt es hierzulande schon an den grundlegenden Kompetenzen. „In der Volksschule haben 20% der Schüler der 4. Klasse Mathematik-Schwierigkeiten”, kritisiert Bock-Schappelwein. „Mangelndes Leseverständnis weisen sogar 33% der Mädchen und 40% der Buben auf. Dies zeigt, dass man schon im frühen Alter ansetzen muss.”

Reverse Monitoring

Thomas Teufl vom BFI Wien: „‚Zurück zum Start' sollte das Motto lauten. Generell muss das Thema Bildung positiver besetzt werden, das beginnt bereits in der Schule: Lernen soll Spaß machen und anschauliche Ergebnisse bringen, um den Kindern zu zeigen, dass Aufwand auch belohnt wird.”

Seiner Aussage zur Wichtigkeit des lebenslangen Lernens stimmte Peter Truzla, Leiter Personalmanagement CEE bei Henkel, zu. Als Beispiel für das eigene Unternehmen nannte er das Projekt „Reverse Mentoring”, bei dem Mitarbeiter der älteren Generation von einem Youngster im Bereich Social Media trainiert werden. Im Bereich Weiterbildung zählt für Henkel vor allem das persönliche Engagement. „Karriere zu machen, ist auch eine gewisse Holschuld”, betonte Truzla.

Wenn sich die Türen öffnen

„Die Digitalisierung an sich ist ja nichts Schlechtes”, meinte Teufl. „Natürlich bringt sie große Herausforderungen mit sich, aber mit den Attributen Medienkompetenz, soziale Kompetenz sowie der Bereitschaft, über den Tellerrand zu blicken, haben besonders junge Menschen eine gute Basis, um in der Berufswelt Fuß zu fassen.” Bildung sei eine Investition in die eigene Zukunft, für die es sich lohnt, Geld und Energie aufzubringen.

An der Diskussion beteiligten sich weiters u.a. die Generaldirektorin von HP Österreich, Michaela Novak-Chaid, der Vor­standsvorsitzende von NTT Data Österreich, Klaus Schmid, der Aufsichtsratsvorsitzende von TTTech, Leopold Bednar, der Kommunikationschef der Casinos Austria AG, Martin Himmelbauer, Lenzing-Manager Thomas Tauzimsky, Hawle-Personalchef Gerhard Böll sowie der GF der Radio Technikum GmbH, Gernot Fischer.

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