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Büro-Revolution © Signa/Katharina Schiffl

Office von morgen Franz Kühmayer vom Zukunftsinstitut und Signa-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber bei der Präsentation neuer Bürokonzepte für smarte und flexible Arbeitsplätze.

© Signa/Katharina Schiffl

Office von morgen Franz Kühmayer vom Zukunftsinstitut und Signa-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber bei der Präsentation neuer Bürokonzepte für smarte und flexible Arbeitsplätze.

Redaktion 27.10.2017

Büro-Revolution

Die Arbeitswelten sind im Wandel; sie werden kreativer, digitaler, komplexer. Das spiegelt sich auch in modernen Büros wider.

WIEN.Die moderne Arbeitswelt befindet sich in einem großen, strukturellen Wandel. Arbeit an sich verändert sich, sie wird vernetzter, kreativer, digitaler und komplexer. Arbeitsplätze der Zukunft müssen sich an diese Entwicklungen anpassen. Wie sehen diese modernen Arbeitswelten aus? Wie verändern sie sich – und wird es in Zukunft überhaupt noch Büros mit festen Arbeitsplätzen geben, wie wir sie heute kennen?

Diese und weitere Fragestellungen zum Thema „Office von morgen” hat Signa, gemeinsam mit dem Zukunftsinstitut, in einem Trend Guide „Moderne Arbeitswelten” analysiert.

Ein Mikro-Kosmos

„Das Office der Zukunft wandelt sich zum smarten und flexiblen Workspace. In den 2020ern und 2030ern wird es verstärkt ‚Arbeitsorte' geben, die Kreativität, Austausch und lebenslanges Lernen fördern.

Das drückt sich zum einen in einer hochgradigen – analogen wie digitalen – Vernetzung aus, zum anderen in Räumen, die zum Lernen, Entspannen, Konzentrieren, Brainstormen und Kommunizieren einladen”, erklärte Signa-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber. „Themen wie Gemeinschaft, Gesundheit, Mobilität und Zugang zu Dienstleistungen, die den Alltag vereinfachen, erweitern dieses ‚Implicit Office' und lassen es zu einem gesamtheitlichen ­Mikrokosmos werden, aus dem sich der Einzelne phasenweise das zusammenstellt, was für sie oder ihn gerade relevant ist.”
„Wir stehen mitten in der größten Veränderung der Arbeitswelt unserer Generation”, ergänzte erklärt Franz Kühmayer vom Zukunftsinstitut.
„Kennzeichen dieser Dynamik sind beispielsweise veränderte Wertvorstellungen der Arbeitnehmer und das dadurch ausgelöste Abgehen von lebenslanger Firmenzugehörigkeit und von linearen Karrieren; die enorm gestiegene Bedeutung von Innovation, wodurch völlig neue Arbeits- und Organisationsmodelle entstehen, die nicht mehr auf reibungslos funktionierenden Routineprozessen aufbauen, sondern auf schöpferischer, kreativer Arbeit; die Durchdringung von Alltag und Arbeitswelt mit Technologie und die davon abgeleitete digitale Transformation, die völlig neue Wertschöpfungsmodelle hervorbringt. Konsequenterweise müssen sich die Arbeitsplätze der Zukunft an diese Entwicklungen anpassen.”

Schreibtische ade!

Die technischen Entwicklungen – Stichwort „Digitale Transformation” – führen vielfach dazu, dass Arbeitnehmer keinen festen, individuellen Arbeitsplatz mehr brauchen. Mittels moderner Technik können, wollen und zum Teil müssen sie immer und überall arbeiten. Viele Unternehmen verabschieden sich branchenunabhängig von der konventionellen Schreibtischaufteilung. Branchenindividuell ist diese Entwicklung noch größer, denkt man etwa an die Dynamik von Start-ups.

Was bedeutet das in der Praxis? Ein individueller eigener Arbeitsplatz bzw. Schreibtisch gehört nicht mehr zur Standardausrüstung. Den Möglichkeiten und Ausstattungsvarianten werden dabei kaum Grenzen gesetzt, denkt man an Unternehmen wie Microsoft, Apple, Cisco oder Google. Die modernen Arbeitswelten enthalten diverse Gestaltungsvarianten, natürlich jeweils ausgestattet mit neuester Technologie und Videosystemen – Smartphones, Notebooks und Tablets haben den Einzug längst in das Büro geschafft und gehören dort mittlerweile zum Alltag bzw. zur Standardausstattung.

Die Zukunft: Living Office

Unternehmen, Immobilienentwickler, Architekten oder etwa Büroausstatter reagieren auf diese neuen Herausforderungen mit einer einfachen Methode, indem eine Art Baukasten-Prinzip angewendet wird. Wände können so flexibel im Großraumbüro eingezogen werden; je nach Bedarf kann die ganze Fläche in Einzelbüros verwandelt oder in vielerlei Formen umgestaltet werden.

Das Arbeitsumfeld wird, angepasst an die neuen Bedürfnisse, immer wohnlicher, quasi ein „Living Office”. Die Büros passen sich den privaten Bedürfnissen und Gegebenheiten durch Möbel oder weitere Einrichtungsgegenstände an, die bisher eher in einem Wohnzimmer als in einem Büro zu finden waren.
Moderne Projektentwicklungen bieten darüber hinaus eine große Vielfalt an Möglichkeiten, Arbeit und Alltag, Business und Freizeit harmonisch miteinander zu verbinden – oftmals sogar als Stadt in der Stadt mit vielfältiger Nahversorgung und Gastronomie, umfassenden Services, einer guten Verkehrsanbindung und einem ebenso ansprechenden wie funktionellen Office-Ambiente, das hervorragende Effizienz und Flexibilität mit intelligenter Nachhaltigkeit kombiniert. Der Trend Guide „The Implicit Office – Schwerpunkt: Zukunft Arbeitswelten” steht unter www.signa.at/office-trendguide zum Download zur Verfügung. (sb)

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