CAREER NETWORK
Chaos schlägt Perfektion © Melzer PR

G. Kopetz (TTTech), H. Bästlein (B&C Holding), M. Novak-Chaid (HP Austria), R. A. Burgelman, Th. Zimpfer (B&C Holding).

© Melzer PR

G. Kopetz (TTTech), H. Bästlein (B&C Holding), M. Novak-Chaid (HP Austria), R. A. Burgelman, Th. Zimpfer (B&C Holding).

Redaktion 09.06.2017

Chaos schlägt Perfektion

Expertengespräch mit Stanford-Professor Robert A. Burgelman über Führung und ein Paradoxon der Unternehmensentwicklung.

WIEN. „Becoming Hewlett Packard – Why Strategic Leadership Matters” heißt das neue Buch von Robert A. Burgelman, Professor für Management an der Stanford University. Diese theoretische Grundlage für Unternehmensführung präsentierte er auf Einladung von TTTech-Vorstand Georg Kopetz und der B&C-Gruppe dieser Tage in Wien. Bill Hewlett und Dave Packard, Gründer des PC- und Druckerherstellers Hewlett Packard, gelten mit ihrem Prozess der Unternehmensentstehung („Corporate Becoming”) als Erfinder des Modells eines Silicon Valley-Start-ups.

Die Geschichte dieses Konzerns war Grundlage für die Forschungsarbeit Burgelmans und seiner Co-Autoren, die 15 Jahre lang die Entwicklung des Unternehmens und die unterschiedlichen strategischen Ausrichtungen der CEOs untersuchten. Eine zentrale Erkenntnis dieser Forschungsarbeit ist das Paradoxon der Unternehmensentwicklung „Chaos schlägt Perfektion” („Messy Beats Perfection”): Unternehmen, die starr an ihrer dominanten Marktposition festhalten, haben langfristig weniger Chancen, erfolgreich zu sein, als jene, die flexibel agieren. Der Split von HP gilt dafür als Beispiel: Die Teilung in HP Inc. und Hewlett Packard Enterprise hat beide Unternehmen gestärkt. Die klare Ausrichtung auf Kernmärkte erlaubt eine gezieltere Kundenansprache und fokussiertere Produkt- und Serviceangebote. (sb)


Becoming Hewlett Packard: Why Strategic Leadership Matters, Robert A. Burgelman, Webb McKinney, Philip E. Meza.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema