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Glück ist eben kein Zufall © Modul University Vienna/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

Arbeitsplatzexperten Hani El Sharkawi, Ines Lochmann, Astrid Hradecky, Tanja Paar, Ivo Ponocny und Alexander Fuchs (v.l.).

© Modul University Vienna/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

Arbeitsplatzexperten Hani El Sharkawi, Ines Lochmann, Astrid Hradecky, Tanja Paar, Ivo Ponocny und Alexander Fuchs (v.l.).

12.06.2015

Glück ist eben kein Zufall

Fokus Arbeitszufriedenheit und die eigene Wertbestimmung sind keine Zufälle, sondern müssen erarbeitet werden

Die Mehrheit der arbeitenden Menschen muss aktiv werden, wenn sie glücklich im Beruf sein will.

Wien. Glück im Beruf entsteht als Wechselspiel auf vielen Ebenen, denn ein guter Arbeitsplatz muss auf allen Ebenen funktionieren.

Als Privatuniversität mit starkem Fokus auf nachhaltige Entwicklung beschäftigt sich die Modul University Vienna mit diesem wesentlichen Thema in der Forschung, in der Lehre und auch im täglichen Miteinander, etwa durch Mitarbeiterbefragung oder die Implementierung von Diversity-Management. Im Rahmen der Kahlenberger Gespräche diskutierten am 27.5. Experten aus Wirtschaft und Management über aktuelle Zukunftstrends und neue Lösungsmöglichkeiten für mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Sicher kein Zufall

Ein wichtiges Thema an diesem Abend war die Qualität der Arbeit und warum diese einen zentralen Aspekt im Leben von berufstätigen Menschen darstellt. „Arbeitszufriedenheit ist kein Zufall, sondern muss erarbeitet werden”, forderte Ivo Ponocny, Leiter der Abt. Angewandte Statistik und Wirtschaft an der Modul University. „Leider ist die psychische Befindlichkeit nicht direkt sichtbar und wird daher oft unterschätzt – nicht zuletzt von den Betroffenen selber.”
Dabei klagen die Beschäftigten heute weit häufiger über psychi-sche Belastungen als über physische, so Ponocny. Arbeitszufriedenheit könne auf vielen Ebenen gefördert bzw. beeinträchtigt werden, insbesondere auf jener der objektiven Bedingungen und der subjektiven Wahrnehmung, z.B. durch Respekt und Wertschätzung. „Sehr viele Menschen erachten die zwischenmenschlichen Beziehungen am Arbeitsplatz und die work-life-balance als entscheidender als den konkreten Betrag der Entlohnung.”
Ines Lochmann, seit 2013 Personaldirektorin im Palais Hansen Kempinski: „Glück kann für den einen Geld und Macht, für jemand anderen Selbstständigkeit und Anerkennung sein. Glücklich sein ist daher individuelle Einstellungssache – wichtig ist aber, dass man das, was man macht, von Grund auf gern tut.” Glück im Beruf wird, so Lochmann, auch durch private Einflüsse geprägt: „Unzufriedenheit im Job und/oder im Privatleben macht über kurz oder lang krank und depressiv.”

Motor und Antrieb

Die Pädagogin Astrid Hradecky realisiert mit ihrer „empathia” eine Brücke zwischen energetischem und psychosozialem Coaching, Training und Supervision.
„Authentizität ist das Um und Auf, genauso die stetige Reflexion mit sich selbst. Um glücklich zu sein, ist es wichtig, die Eigenverantwortung als Motor und Antrieb im Blick zu behalten, denn Glück ist vor allem Einstellungssache.”
Als Führungskraft sei es notwendig, genau das zu vermitteln und die Mitarbeiter dort abzuholen, wo sie stehen. „Dafür muss man sich aber wirklich bewusst mit dem eigenen Führungsstil, mit den eigenen Mustern und persönlichen Glaubenssätzen auseinandersetzen.” (pj)

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