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Wer arbeitet noch bei uns? © IV OÖ/MCL

MCL-Präsidentin Sabine Schgör, Keynote-Speaker Gunther Wolf und Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der IV OÖ.

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MCL-Präsidentin Sabine Schgör, Keynote-Speaker Gunther Wolf und Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der IV OÖ.

08.05.2015

Wer arbeitet noch bei uns?

Employer Branding meets Place Branding Die Herausforderung, hochqualifizierte Mitarbeiter zu finden & zu binden

Wichtig: „Hygienefaktoren” wie die Unterstützung von internationalen Kindergärten und Schulen, etc.

Wien. Gezielte Personalbindungsmaßnahmen sowie ein attraktives Profil auf betrieblicher Ebene, kombiniert mit guten Standortrahmenbedingen, sind die Voraussetzungen für die besten Chancen am Arbeitsmarkt. Über die Interdependenz von Employer und Place Branding ging es beim 7. OÖ. Industrie-Marketing-Gespräch am 28. April.

„Existenz und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen hängen am seidenen Faden Personal”, erläuterte Keynote-Speaker Gunther Wolf. Unternehmen riet der Experte daher, Mitarbeiter erst zu binden und danach über Employer-Branding-Konzepte die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. „Bindung ist etwas Gegenseitiges und kann nur durch das Commitment der Führungskräfte erreicht werden.”
Die Grenzen des Employer Brandings liegen aber bei den Grenzen des Place Brandings. Nur wenn es parallel dazu gelingt, die Standort-rahmenbedingungen attraktiv genug zu gestalten, wird es möglich sein, hochqualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu binden. Place Branding ist Sache der Politik, darin war sich das Podium einig.

Ständig auf der Suche

Die jüngsten Marketing Insights – durchgeführt bei den Mitgliedern des Marketing Club Linz unter den Top 250 oö. Unternehmen (n=79) – zeigen, dass fast die Hälfte der oberösterreichischen Unternehmen den Wert von Employer-Branding schätzt, um ihre Attraktivität für qualifizierte Mitarbeiter zu steigern. 12% der oberösterreichischen Firmen haben sich eingehend mit Employer Branding beschäftigt bzw. ein derartiges Projekt hinter sich; 30% der Unternehmen geben an, sich derzeit mit dem Thema zu befassen, 4% befinden sich dazu in der Planung.
An der Spitze der Attraktivitätsfaktoren, welche die Befragten in ihrem Unternehmen derzeit als gegeben sehen, stehen die Entwicklungsmöglichkeiten durch Fort- und Weiterbildung (74%), gefolgt von einer attraktiven Unternehmenskultur (68%), flexibler und angepasster Arbeitszeitgestaltung (66%) sowie der Möglichkeit interner Netzwerkbildung (66%).
Die entsprechende Führungskultur im Unternehmen ist bei 62% gegeben. Auch Benefits und Vergünstigungen werden von mehr als der Hälfte der Befragten genannt, ebenso wie Sport- und Gesundheitsförderung. Bemerkenswert erscheint, dass nur 26% der befragten Unternehmen einen attraktiven Unternehmensstandort für ihre Firma als gegebenen Attraktivitätsfaktor sehen.
Die Schwierigkeit, Personal zu suchen bzw. zu gewinnen, wird immer größer. Für 41% stellte sich die Personalsuche und -gewinnung 2014 schwieriger dar als im Jahr davor; wichtigster Grund dafür ist das Fehlen von Fachkräften am Markt (60%). Jedes dritte Unternehmen sieht seine Branche per se als hinderlich an.
Die Personalsuche findet in hohem Maß (81%) über Online-Plattformen statt. Offline stehen firmen-interne Ausschreibungen (66%) und Print-Inserate (61%) ganz vorn, gefolgt von der Empfehlung durch Kollegen (51%). Selten greifen die befragten Firmen auf die Services von Headhuntern (16%) zurück. (pj)

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