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Wer nicht fragt … © Panthermedia.net/Andrey Popov

Rudi Bauer, StepStone: „Man sollte sich vor Augen führen, dass man nichts zu verlieren hat …”

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Rudi Bauer, StepStone: „Man sollte sich vor Augen führen, dass man nichts zu verlieren hat …”

Redaktion 27.10.2017

Wer nicht fragt …

18 Prozent der Österreicher sind mit ihrem Gehalt nicht zufrieden; ein Drittel davon hat nie nach mehr gefragt.

WIEN. In einer Umfrage der Online-Jobbörse StepStone, durchgeführt von Marketagent.com, unter 1.011 Österreichern zeigt sich ein Großteil der Österreicher beim Thema Gehalt genügsam – 81,9% sind mit ihrem aktuellen Einkommen zufrieden. Auf der anderen Seite stehen allerdings 18,1%, die wenig bis gar nicht einverstanden sind. Bei Angestellten im Vertrieb, Handel & Einkauf ist es sogar knapp ein Viertel (24,2%), im Berufsfeld IT & Telekom sind es immerhin noch 19,2%, und im Bereich Personalwesen & Management 19,6%, die gern mehr auf dem Gehaltszettel hätten.

Aber: Es wird auch nicht oft genug gefragt. 38% der Befragten bitten nur alle zwei bis vier Jahre um eine Gehaltserhöhung, 35,8% haben überhaupt noch nie nach mehr Geld gefragt. Rudi Bauer, Geschäftsführer StepStone Österreich: „Angestellte können prinzipiell alle zwölf Monate mit einer Gehaltserhöhung rechnen oder zumindest danach fragen. Dabei sollte man sich vor Augen führen, dass man nichts zu verlieren hat: Selbst wenn der Vorgesetzte die Anfrage abweist, hat man das Gespräch eröffnet und an die eigenen Erfolge erinnert – und kann das Thema Entlohnung in sechs oder zwölf Monaten erneut ansprechen.”
Ein interessantes Detail: Nur 58,7% fragen aktiv nach mehr Geld (und bei 14% geht die Initiative für eine Gehaltserhöhung sogar vom Vorgesetzten aus). Was sind die Gründe dafür? Hauptsächlich Nervosität vor dem Gehaltsgespräch: 36,4% fragen nicht nach einer Gehaltserhöhung, weil es ihnen schlicht unangenehm ist. Und wenn gefragt wird, sind die häufigsten Anlässe die Übernahme von mehr Verantwortung (51,2%), im Rahmen des Mitarbeitergesprächs (41,6%) oder längere Betriebszugehörigkeit (36,7%).

Zu Tode gefürchtet …

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete, sagt Bauer. „Es geht darum, seine Erfolge zu verkaufen. Schließlich muss auch der Vorgesetzte den Wert für das Unternehmen feststellen können, um die Gehaltserhöhung intern zu verkaufen.” Die wichtigsten Argumente für mehr Geld und die zehn besten Antworten auf Einwände des Vorgesetzten haben Experten im StepStone Gehaltsratgeber zusammengefasst. (red)

 

Download unter: http://www.stepstone.at/gehaltsratgeber

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