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In Österreichs Hotellerie gibt es jede Menge freier Jobs © Panthermedia.net/Wavebreakmedia
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georg biron 24.06.2016

In Österreichs Hotellerie gibt es jede Menge freier Jobs

Hoteliervereinigung und AMS bündeln ihre Kräfte, um Jugendliche aus Wien in den Westen zu locken, wo sie gebraucht werden.

••• Von Georg Biron

WIEN. Der Tourismus ist eine der wichtigsten Arbeitgeberbranchen im Land, mit steigender Tendenz. Österreichweit sind dem AMS derzeit 5.031 offene Stellen und 2.098 offene Lehrstellen in Hotels, Gasthöfen und Pensionen gemeldet. Die Zahl der offenen Lehrstellen stagniert, die der offenen Stellen ist um 17,5% gestiegen; je weiter man in den Westen von Österreich kommt, umso höher ist die Zahl.

Während es in Wien derzeit 262 offene Stellen und 134 offene Lehrstellen gibt, meldet Salzburg 990 offene Stellen und 469 offene Lehrstellen – und in Tirol werden sogar 1.433 offene Stellen und 586 offene Lehrstellen angeboten.

Mehr Jobs für Jugendliche

„Der Tourismus punktet mit mehr Beschäftigten und mehr offenen Lehrstellen. Und wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angekommen, wir müssen das gesamte Potenzial abrufen”, erklären Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), und die Geschäftsführerin des Wiener Arbeitsmarktservice, Petra Draxl.

AMS Wien und ÖHV haben zwei Initiativen ins Leben gerufen, die der Hotellerie junge Menschen zuführen soll: „Go west!” und „Mach Karriere im Hotel!”
Die Ziele: bessere Ausbildung und mehr Beschäftigung für ­Jugendliche, Sicherstellen des Fachkräftenachwuchses und der Wettbewerbsfähigkeit für Hotellerie und Tourismus.
Gelingen soll das durch mehr Mobilität: Jugendliche aus der Bundeshauptstadt sollen dazu motiviert werden, offene Lehrstellen in den westlichen Bundesländern anzunehmen.
„Wir setzen jetzt noch mehr auf die überregionale Vermittlung: Menschen aus Wien sollen dafür begeistert werden, sich österreichweit für eine Lehre oder einen Job in diesem boomenden Bereich zu interessieren”, so Draxl.
Die ÖHV informiert interessierte Jugendliche in mehr als 180 Hotels über Ausbildung und Arbeitsplätze sowie Karrierewege und -chancen in der Top-Hotellerie.

Bonus: Arbeitsplatzsicherheit

Für die Branche spricht in jedem Fall auch die Arbeitsplatzsicherheit: Eine so kontinuierliche und zugleich dynamische Nachfrageentwicklung wie der Tourismus können nur wenige Branchen verzeichnen.

Dass Tourismusbetriebe abwandern, sei unmöglich, und auch Betriebsschließungen im großen Stil und der Ersatz von Mitarbeitern durch Maschinen seien nicht zu befürchten, so Reitterer: „Ein weiterer Vorteil in einer unsicheren Zeit: Im Tourismus bleibt Service ein Qualitätsmerkmal.”

Platz für viele junge Menschen

Beim AMS Wien sieht man die Initiativen der ÖHV sehr positiv. Draxl: „Wir unterstützen auch den ‚Tag der offenen Hoteltür' mit Freude, weil die Hotels ein spannendes Arbeitsumfeld bieten sowie auch die Möglichkeit, es von der Lehre bis hinauf in die Managementspitze zu schaffen.”

Am 9. Oktober können Jugendliche zwischen 11 und 16 Uhr mit Freunden oder Eltern einen Blick hinter die Kulissen von Hotelbetrieben werfen (dafür wurde bewusst ein Sonntag gewählt), den Arbeitsplatz Hotel und das breite Tätigkeitsspektrum kennenlernen: „Wir setzen auf Transparenz und Authentizität”, so Reitterer.
Mehr als 180 Betriebe in ganz Österreich nehmen daran teil; eine Liste der Betriebe und weitere ­Infos zum „Tag der offenen Hoteltür” unter www.karriere-im-hotel.at.
„Da ist für jeden das Richtige dabei – nur wissen muss man es”, so Reitterer.

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