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Noch mehr digitalisieren © Panthermedia.net/GaudiLab

Vorsatz Wenn die Technik den Menschen dient und nicht umgekehrt, schafft die Digitalisierung auch mehr Raum für die ­individuelle Betreuung ­unserer Gäste.

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Vorsatz Wenn die Technik den Menschen dient und nicht umgekehrt, schafft die Digitalisierung auch mehr Raum für die ­individuelle Betreuung ­unserer Gäste.

Redaktion 01.09.2017

Noch mehr digitalisieren

Der Tourismus erlebt mit der Digitalisierung einen enormen Umbruch. Dabei ­entstehen neue Geschäftsmodelle, und es gibt erheblichen Anpassungsbedarf.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Was die Digitalisierung im Tourismusbereich bereits bewirkt hat, sind u.a. völlig neue Marketingmöglichkeiten, Transparenz der Qualität durch Bewertungssysteme, aber auch Vermittlungsplattformen, die sich ihre Marktmacht etwas kosten lassen.

Dieser Veränderungsprozess bietet einige Möglichkeiten, Kernkompetenzen und Qualitätsmerkmale deutlich besser zur Geltung kommen zu lassen. Servicequalität und die vielzitierte „Customer Experience” – der Heilige Gral der Digitalen Transformation – sind schon seit jeher eine Kernkompetenz; hier ist man den meisten Branchen weit voraus.
„Der Fremdenverkehr ist eine wichtige Branche für Österreich, und eine erfolgreiche digitale Transformation ist entscheidend für die einzelnen Unternehmer sowie für den gesamten Wirtschaftsstandort”, sagt Wirtschafts- und Tourismusminister Harald Mahrer. „Digitalisierung bedeutet für unsere Betriebe neue Chancen, erweiterte Kundenkreise und maßgeschneiderte Angebote, basierend auf den aktuellen Bedürfnissen der Gäste. Daher starten wir eine gemeinsame Strategie, um die Veränderung aktiv mitzugestalten, anstatt von neuen Technologien unter Druck gesetzt zu werden.”,
Diese neue Digitalisierungsstrategie wurde von Wirtschaftsministerium, Wirtschaftskammer und Österreich Werbung im Sommer gemeinsam mit der Branche erarbeitet und wird bei den 1. Österreichischen Tourismustagen im September in Linz präsentiert (siehe unten).

Big Data mit Seele

Das Geheimnis schneller Erfolge im Einsatz von Digitaler Technologie seien durchaus kleine Schritte auf bekanntem Terrain, sagt Tourismusexpertin Claudia Kohl von Kohl & Partner. „Nutzen Sie vorhandene Daten, ohne sich über diejenigen zu grämen, die Sie nicht haben.”

Ein konkreter Praxis­tipp: „Man könnte allen A+-Kunden, bei denen es gerade regnet und die innerhalb von zwei Stunden mit dem Auto beim Hotel sein können, ein zeitlich begrenztes Stammkundenangebot machen.” Mit solchen Kriterien werde man erstaunliche Ergebnisse erzielen und – indem man den richtigen Kunden zur richtigen Zeit anspricht – sowohl kurzfristige Buchungen erzielen als auch die schwierige Nebensaison füllen.

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