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Thermen-Land © Burgenland Tourismus/Peter Burgstaller

Die Thermen sind – nicht nur im Burgenland – längst ein Wirtschaftsfaktor und Tourismusmagnet.

© Burgenland Tourismus/Peter Burgstaller

Die Thermen sind – nicht nur im Burgenland – längst ein Wirtschaftsfaktor und Tourismusmagnet.

Redaktion 17.02.2017

Thermen-Land

Die heimischen Thermen verzeichnen ein Besucherplus; die Konkurrenz im Wellnessbereich steigt.

WIEN/EISENSTADT. Die heimischen Thermen haben im Vorjahr die Anzahl der Eintritte um 0,8% auf 9,3 Mio. erhöht, allerdings bei sinkender Zahl von Tagesgästen, geht aus dem kürzlich veröffentlichten Branchenradar des Beraters Kreutzer Fischer & Partner hervor. Die Tagesgäste gingen 2016 um nahezu zwei Prozentpunkte auf nunmehr knapp 62% zurück, womit mehr als 3,5 Mio. Eintritte lediglich stundenweise Besuche waren. Im Durchschnitt kam die Hälfte aller Besucher einer Therme aus dem direkten Einzugsgebiet.

Neben den kürzeren Aufenthalten drückt auch die Konkurrenz durch große Erlebnis-Hallenbäder und Wellness-Resorts auf die Thermen. „Die Anzahl der Eintritte in thermenähnlichen Bädern liegt bundesweit mittlerweile bei knapp einer Million; dazu kommen noch die Gäste in den zahlreichen Wellness-Hotels”, rechnen die Berater vor.

Neue Angebote in Österreich

Das Thermenangebot in Österreich ist jedenfalls weiter im Steigen begriffen: Die Alpentherme Bad Hofgastein etwa will ab Juli 2017 mit zwei Thermalwasser-Badeseen mehr Sommergäste in das Salzburger Gasteinertal locken. Der mit 1.300 m2 größere See mit einer Wassertemperatur von 26 bis 27 Grad wird von ­April bis November geöffnet sein. Der zweite See mit 370 m2 wird an den Saunabereich angeschlossen und ganzjährig betrieben.

In Wien wird die Therme Wien ab 2. September mit der Verlängerung der U1 Richtung Oberlaa noch schneller öffentlich erreichbar sein.
Ein Wirtschaftsfaktor und Tourismusmagnet sind die Thermen im Burgenland: Durch die Thermen wird das Burgenland immer mehr zu einer Ganzjahres­destination; rund ein Drittel der gesamten Übernachtungen findet mittlerweile in den Wintermonaten statt. Mit dem Bau der Thermen ist es auch gelungen, vormals wirtschaftliche und strukturschwache Regionen des Landes nachhaltig zu beleben. Fünf Thermen – die St. Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen, die Sonnentherme Lutzmannsburg, die Avita Therme in Bad Tatzmannsdorf, die Allegria Familientherme in Stegersbach und die Therme Loipersdorf – ziehen mit großen Becken- und Saunalandschaften, mit Wellness-, Beauty- und Kulinarikprogrammen die Gäste an. (red)

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