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Weinwirtschaft © ÖWM/Himml
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sabine bretschneider 30.09.2016

Weinwirtschaft

ÖWM/IHS-Studie: Die Weinwirtschaft sichert in Österreich rund 75.000 Arbeitsplätze.

WIEN. Die Weinwirtschaft hat eine nicht unerhebliche Bedeutung für die Volkswirtschaft ­Österreichs. Um den Beitrag dieser Branche zur Gesamtwirtschaft zu erheben, wurde von der Österreich Wein Marketing (ÖWM) eine Studie beim Institut für Höhere Studien (IHS) in Auftrag gegeben. Mithilfe der vom IHS entwickelten „Multiregionalen Input-Output-Analyse” wurde ergo die „Ökonomische Bedeutung der Weinwirtschaft für Österreich” in Bezug auf Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen abgeschätzt und quantifiziert.

3,6 Mrd. Bruttowertschöpfung

Auch wenn die rein agrarische Produktion von Wein gegenüber dem Vergleichsjahr 2004 wegen einer Serie unterdurchschnittlicher Ernten seit 2010 wenig Dynamik zeigt, sind die gesamtwirtschaftlichen Effekte der steilen Karriere des Weins in Österreich bemerkenswert.

Unter Berücksichtigung direkter Effekte (Wirkungen, die z.B. unmittelbar bei den Weinherstellern entstehen) und indirekter Effekte (Erfassung der Vorleistungskette) und induzierter Wirkungen (z.B. Investitionen oder Konsum der Beschäftigten) generierte der Wein in der ­Alpenrepublik 2014 eine Bruttowertschöpfung von rund 3,6 Mrd. €; das entspricht 1,23% der heimischen Gesamtwertschöpfung.

Winner: Fiskus, Handel, Gastro

Neben der Weinproduktion in Österreich (agrarische Weinproduktion, Herstellung von Traubenwein) entstehen die stärksten positiven Effekte in den Bereichen Handel, Gastgewerbe und Tourismus. Insgesamt wurden 2014 mehr als 75.000 Arbeitsplätze durch die Weinwirtschaft gesichert – das sind 1,6% der österreichischen Beschäftigten.

Auch der Fiskus profitiert: Nach Abzug diverser Subventionen, die 2014 in Summe 230,6 Mio. € ausmachten, flossen konsolidiert mehr als eine Mrd. € an Steuern und Abgaben an die öffentliche Hand zurück; Hauptnutznießer dabei war der Bund mit 528,7 Mio. €, gefolgt von der Sozialversicherung mit 354,7 Mio. €, den Ländern mit 170,6 Mio. € und den Gemeinden mit 128,1 Mio. €. Aber auch sonstige Sozialabgaben (54,3 Mio. € für Familenlastenausgleichs- und Katastrophenfonds, Finanzierung der Krankenanstalten) schlagen wie sonstige Produktionsabgaben (mit 47 Mio. €) zu Buche. (sb)

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