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Weltbeste Restaurants wurden in London gekürt © Alexander Jakabb

Fassungslos, dafür überglücklich: Patron und Küchenchef Heinz Reitbauer.

© Alexander Jakabb

Fassungslos, dafür überglücklich: Patron und Küchenchef Heinz Reitbauer.

Alexander Jakabb 12.06.2015

Weltbeste Restaurants wurden in London gekürt

Internationale Top-Gastronomie Steirereck im Wiener Stadtpark unter den 50 weltbesten Restaurants auf Platz 15

El Celler de Can Roca zweites Mal innerhalb von drei Jahren zur Nummer eins gewählt.

London. Es scheint so, dass der Kampf um den Gipfel der Top-Gastronomie zwischen Spanien und Dänemark ausgefochten wird. Jahrelang war es Ferran Adrià’s „El Bulli” (vor vier Jahren geschlossen), dann in Serie René Redzepis „Noma” in Kopenhagen, das vorletztes Jahr vom „El Celler de Can Roca” der Roca-Brüder aus Girona überholt wurde. Im Vorjahr hatte erneut das Noma die Nase vorn und heuer wurde die Trophäe „Best Restaurant” zum Erstaunen zahlreicher Ehrengäste von den Rocas zurückerobert.

Austria – top 15

Österreichs kulinarisches Aushängeschild und Zwei-Michelin-Sterne-Restaurant Steirereck im Wiener Stadtpark ist seit vielen Jahren unter den 50 Best Restaurants gereiht. Der größte Erfolg war 2013 mit Rang 9, letztes Jahr dann noch immer der beachtliche 16. Platz und heuer um einen Platz auf 15 wieder verbessert. Heinz und Birgit Reitbauer waren mehr als überrascht und freuten sich daher noch viel mehr über diesen großen, international anerkannten Erfolg. Das bringt zahlreiche neue Gourmet-Globetrotter nach Wien und wird in der Branche und medial sehr wohlwollend wahrgenommen. Für Heinz Reitbauer ist so ein Erfolg besonders für die Mitarbeiter wichtig, da sie auch für so eine Auszeichnung mitverantwortlich sind.

Der und die Sieger

And the winner is: El Celler de Can Roca wurde zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren zur Nummer eins gewählt. Drei Brüder genießen nun wieder den Erfolg: Joan in der Küche, Josep, der Sommelier, und Patissier Jordi Roca. Letzterer wurde auch noch gleich zum World Best Pastry-Chef des Jahres 2014 gekürt. Es war schon in den letzten beiden Jahren schwierig, einen Tisch bei ihnen zu reservieren, jetzt wird es fast aussichtslos sein. Insgesamt haben es sieben spanische Restaurants unter die weltbesten Lokale geschafft, die meisten aus dem Baskenland.

Die Besten der Besten

Den zweiten Platz konnte die Osteria Francescana von Massimo Bottura in Modena für sich entscheiden. Danach folgend das in den letzten Jahren in aller Feinschmeckermunde besprochene und kritisch diskutierte Noma in Kopenhagen. Für die Grand Nation hielt Mirazur in Menton/Côte d´Azur die Fahne mit Rang 11 hoch.
Auslandsfranzosen kamen auch zu Ehren: Hélène Darroze (The Connaught Hotel, London) erhielt den World’s Best Female Chef Award, Daniel Boulud (Daniels, New York) den Lifetime Achievement Award.
Eher bescheiden ist das Abschneiden der bekannten beiden deutschen Drei-Sterne-Restaurants Vendôme – Joachim Wissler und Aqua – Sven Elverfeld auf Platz 30 und 33.
Aus überseeischer Sicht beeindruckte Südamerika mit sechs Res-taurants, angeführt vom Central in Lima/Peru auf Platz 4. Dagegen wirken die USA mit sechs Positionen eher unauffällig, obwohl unter den Top 5 das Eleven Madison Park in New York ist. Auch Asien macht sich immer mehr bemerkbar und schaffte es mit sieben Restaurants aus Japan, China und Thailand unter die besten 50.

Die zweiten Fünfzig

Es gibt auch ein Ranking 51– 100, das leider stiefmütterlich wahrgenommen wird; darunter finden sich ganz große Namen des kulinarischen Olymps, wie Alain Ducasse, Joel Robuchon, Troisgros & Co. Landhaus Bacher und Taubenkobel waren letztes Jahr noch unter den Top 100, dieses Jahr hat es nicht gereicht.
Somit stellt sich die Frage: Gibt es denn ein bestes Restaurant der Welt? Und was muss das bieten? Das darf jeder für sich beantworten und noch besser: Jeder hat sein eigenes bestes Restaurant, egal wo er sich auf dieser Welt befindet.

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