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100 Mio. Bogen sorgen für Zufriedenheit © Ueberreuter

100 Mio. Bogen hat die Wendemaschine in etwas mehr als zwei Jahren bedruckt.

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100 Mio. Bogen hat die Wendemaschine in etwas mehr als zwei Jahren bedruckt.

30.06.2015

100 Mio. Bogen sorgen für Zufriedenheit

Ueberreuter XL 106 8-Farben Wendemaschine von Heidelberg ist technologischer Schrittmacher des Druckhauses

Wien/Korneuburg. Seit zwei Jahren produziert die Druckerei Ueberreuter mit einer XL 106 8-Farben Wendemaschine von Heidelberg. Diese wurde zum technologischen Schrittmacher für die Entwicklung des Druckhauses, wie man in einer Aussendung verkündete. „25 Monate: 100.000.000 Druck”, mit diesem Banner posierten Mitarbeiter des Druckzentrums vergangenen April – eine schöne Zahl, die sich gut für eine plakative Darstellung eignet. Darüber hinaus aber gilt sie als Gewähr dafür, dass man die technologischen Möglichkeiten der Maschine in der Produktivität und der Kostenminimierung sehr gut ausnutzen konnte.

Klein und groß

„Die Rechnung ist einfach. Wir fahren auf der Maschine beinahe die doppelte Bogenleistung wie auf den anderen Maschinen”, bringt es Ueberreuter-Geschäftsführer Andreas Pleninger auf den Punkt. Der Druckereimanager kann aber auch mit andere Zahlen aufwarten. Durch den simultanen Plattenwechsel Auto Plate XL, der in der XL 106 verbaut ist, braucht es 1 Minute 40 Sekunden, um alle Platten simultan zu wechseln. Das ist etwa doppelt so schnell wie bei Maschinen, die nicht mit dem zeitsparenden Tool ausgestattet sind und gerade bei dem Dreischichtbetrieb (von Montag bis Freitag) bei Ueberreuter fast unentbehrlich. „In durchschnittlich 13 Minuten ist ein Job gerüstet, inklusive Wechsel des Papiers”, verweist Pleninger auf die Produktionsstatistik.
„Man darf nicht vergessen: Wir sind immer noch eine Druckerei, in die Kunden zur Farbabstimmung kommen”, erklärt Pleninger. Die Auflagen des mittelständischen Unternehmens variieren zwischen 500 Bögen und 1,5 Mio. Bögen, wie etwa bei einem Sticker-Album, das Ueberreuter hier für eine große österreichische Handelskette produziert. Insgesamt etwa 1.500 Druckjobs sind es pro Jahr, die durch die Maschine laufen, 50.000 Druckplatten werden durchschnittlich pro Jahr allein für diese Maschine verwendet. Diese komplizierte Gemengelage, die Unterschiedlichkeit von Auflagen, von Substraten, von Präferenzen der Kunden machen es für Ueberreuter täglich zu einer Herausforderung, die Produktivität der Maschine auszureizen. „Wir sind keine Online-Druckerei”, bekräftigt Pleninger.

Zahlen und Entscheidungen

Bald werden auch die Mitarbeiter detailliert erfahren, was sie mit dieser Maschine Tag für Tag leisten und wo sie noch mehr leis-ten können. Das Management von Ueberreuter wird alle Leistungsdaten auf Flipcharts im Drucksaal zugänglich machen. Für das Unternehmen wird indes immer klarer: Wenn künftig eine Investition in eine Maschine ansteht, soll es höchstwahrscheinlich wieder eine mit Wendung sein, vielleicht sogar mit einem Lackwerk. (red)

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