DOSSIERS
Frischer Wind © LGV-Frischgemüse; LGV-Frischgemüse/www.kurt-kracher.at (2)
© LGV-Frischgemüse; LGV-Frischgemüse/www.kurt-kracher.at (2)

25.09.2015

Frischer Wind

Die neuen Vorstände der LGV, Florian Bell und Michael Wehofer, über aktuelle Entwicklungen, Kennzeichnung und: das Wetter.

WIEN. Frisches Gemüse ist ein höchst sensibles Gut. Um sich gut entwickeln zu können, muss sich die Pflanze wohl- fühlen und rundherum gut versorgt sein. Einer der größten Frischgemüseproduzenten Österreichs ist die LGV. Von Februar bis November bietet die Genossenschaft die verschiedensten Gemüsesorten an, von Melanzani über Paradeiser, Paprika und Gurken bis Karfiol oder Vogerlsalat. Im Jahr 2014 wurden 38.900 Tonnen Gemüse geerntet.

„Der Größte Bereich in der LGV-Frischgemüse ist eindeutig der Bereich des Fruchtgemüses”, erklärt Neo-Vorstand und Verkaufsleiter Michael Wehofer. Zusammen mit Florian Bell hat Wehofer Mitte 2015 die Agenden von Gerald König übernommen. „Unsere Saison verläuft im Vergleich zum Vorjahr positiv”, kommentiert Logistik-Fachmann Bell und weiter: „Ein schöner sonniger Spätherbst für einen erfolgreichen Saisonabschluss wäre noch wünschenswert.”
Man habe heuer weit mehr Sonnentage als 2014 verzeichnet, „jedoch gab es auch einige Hitzeperioden, die sich leider nachteilig auf die Produktion und Erntemengen auswirkten, da die Pflanzen von den heißen Temperaturen im Gewächshaus in Mitleidenschaft gezogen wurden”. LGV rechnet heuer mit einem Umsatz von ca. 64 Mio. €, nach 61,8 Mio. € im Vorjahr.

Trends und Umsatzbringer

Gestaffelt nach Gurken, Paradeisern und Paprika ist laut Wehofer ein eindeutiger Warentrend im Premiumbereich zu erkennen: „Spitzenreiter im Premiumbereich sind hier die Paradeiser, gefolgt von den Mini Gurken, Melanzani, bis hin zu den Chili, die den Konsumenten noch mehr Abwechslung auf den Teller bringen.” Paradeiser bzw. Rispenparadeiser sind eindeutig die umsatzstärkste Gemüseart: Sie machen mit 44% den größten Teil am Umsatz aus, gefolgt von Gurken (26%) und Paprika (9%) sowie Kräutern (9%).

Generell setze man bei LGV auf eine nachhaltige, naturnahe Produktion und auch auf den Einsatz von Nützlingen. „Dadurch können wir nachhaltig und ressourcenschonend in der Region in Wien anbauen und sind durch kurze Anfahrtswege zu unseren Kunden besonders ökologisch und nahe am Endkonsumenten. Wir führen ausschließlich Bio Kräutertöpfe, die im geringen Ausmaß zum Gesamtumsatz stehen”, führt Bell aus.

Kennzeichnung

Dass sich die Konsumenten verändert haben, stellt auch Florian Bell fest: „Der Konsument ist vorsichtiger geworden und möchte wissen, woher seine Lebensmittel stammen, daher ist eine eindeutige Herkunftsdeklaration das Um und Auf.”

Gerade bei verderblichen Lebensmitteln wie Gemüse müssen Regionalität und österreichische Herkunft deshalb klar deklariert und für den Konsumenten eindeutig ersichtlich sein. Bell: „Wir bei der LGV kennzeichnen deshalb unsere Produkte mit dem LGV-Logo, damit der Konsument weiß, überall wo das LGV-Logo oben ist, sind regionale, österreichische Lebensmittel, die aus der Wiener Region von unseren Gärtnern aus der Genossenschaft stammen, drinnen. Das ist gelebte Regionalität und Nachhaltigkeit.” (jp)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema