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Drei zentrale Punkte Die wichtigste Voraussetzung: den Kunden verstehen; das wichtigste Merkmal: Relevanz; die wichtigste Tätigkeit: Monitoring.

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Drei zentrale Punkte Die wichtigste Voraussetzung: den Kunden verstehen; das wichtigste Merkmal: Relevanz; die wichtigste Tätigkeit: Monitoring.

Michael Fiala 16.09.2016

Inbound Marketing

Beim Inbound Marketing nimmt der Marketingtreibende die Sichtweise des ­Konsumenten ein und versucht, seine Kaufentscheidung zu verstehen.

••• Von Michael Fiala

WIEN. Die Anforderungen an Marketingmanager haben sich ebenso geändert wie die werblichen Rahmenbedingungen. Die digitale Werbewelt wächst ständig. Und mit ihrem Wachstum erweitern sich auch die damit verbundenen Möglichkeiten der werblichen Nutzung.

Nicht die schnell rotierende digitale Welt ist heute das Außergewöhnliche mehr. Es ist umgekehrt: Das Analoge ist nun zum Faszinosum geworden. Unser aller Alltag bestätigt das: Autos sind mittlerweile fahrende Computer, iPhone und Co sind klüger und leistungsfähiger als so mancher fix installierte Rechner von vor zehn Jahren. Selbst im Toaster, in Schuhen oder in unserer Multifunktionsbekleidung sind Schnittstellen und verborgene Mikrochips verwoben. Eifrig werden Daten gesammelt, erfasst und ausgewertet.

Industrie 4.0

Ein ähnliches Szenario offenbart sich im industriellen Maßstab mit „Industrie 4.0” und der digitalen Vernetzung. Komponenten sind verbunden, kommunizieren miteinander, liefern Daten, die wiederum direkte Rückschlüsse für Marketing und Co. zulassen. Informationen werden erfolgsorientierter im Namen der Optimierung genutzt.

Durch die Digitalisierung von Wissen und die Integration von smart Gadgets in unseren Alltag hat sich auch unser aller Verbraucherverhalten verändert. Emotionen können jederzeit durch Informationen überprüft werden.
Inbound Marketing ist ein digitaler Perspektivenwechsel. Der Marketingtreibende nimmt die Sichtweise des Konsumenten ein und versucht seine Kaufentscheidung – und alle dazu notwendigen Gedanken – zu verstehen und in Kommunikationsschritten abzubilden. Dabei soll der Konsument entlang seines Entscheidungspfads in mehreren Schritten vom Besucher zum Kunden (und darüber hinaus zum Fan und Promoter) begleitet werden. Die Mittel der Wahl sind für gewöhnlich informationsgetriebene Kommunikationsformen wie Newsletter, PR-Artikel, Blog-Posts, Suchmaschinen-Optimierung und Social Media Marketing. Die wichtigste Voraussetzung: den Kunden verstehen. Das wichtigste Merkmal: Relevanz. Die wichtigste Tätigkeit: Monitoring. Im Zentrum von Inbound Marketing steht die Kampagnen-Website; sie wird eigens konzipiert und weist einige Besonderheiten auf: Im besten Fall ist der Inhalt variabel auf die Entscheidungsphase des Konsumenten abgestimmt. Content wird genau dann ausgespielt, wenn er gebraucht wird. Vertiefendes Wissen (oft in Form von Whitepapers und E-Books) wird dem Besucher im Austausch gegen Personendaten angeboten. So kann das Besucher-Profil immer weiter vervollständigt und die angebotenen Inhalte können immer genauer auf den einzelnen Besucher abgestimmt werden. Durch Social Shares und „Pay with a Tweet” wird der Besucher dazu aufgefordert, die Inhalte über sein eigenes Netzwerk zu verbreiten – die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sich im persönlichen Netzwerk eines Interessenten weitere Interessenten finden.

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