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Keine 08/15-Strategie © SMC

Markus Huber, Geschäftsführer der auf Social Media spezialisierten Agentur SMC: „Social Media ist längst kein Nischen-Medium mehr.”

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Markus Huber, Geschäftsführer der auf Social Media spezialisierten Agentur SMC: „Social Media ist längst kein Nischen-Medium mehr.”

04.12.2015

Keine 08/15-Strategie

Jeder Social Media-Auftritt ist etwas Spezielles. Eine für jedes Unternehmen gültige Strategie gibt es nicht.

••• Von Chris Haderer

WIEN. Social Media ist eine Pflichtdisziplin für Unternehmen. Für eine erfolgreiche Umsetzung braucht es aber Experten, meint Markus ­Huber, Geschäftsführer der auf Social Media spezialisierten Agentur SMC, im Gespräch mit ­medianet.

Keine Standard-Strategien

medianet: Wie wichtig ist ­Social Media-Präsenz mittlerweile für Unternehmen?
Markus Huber: Soziale Medien sind bereits fixer Bestandteil einer jeden integrierten Marketing-Strategie. Bei 3,4 Millionen aktiven Facebook Nutzern und 4,8 Millionen YouTube-Nutzern in Österreich kann man nicht mehr von Nischenmedien sprechen. Außerdem ist das Werben und die Kommunikation in Sozialen Medien besonders effizient, der Return on Investment besonders hoch; das haben zahlreiche Kampagnen, die wir die vergangenen Jahre umgesetzt haben, gezeigt.

medianet:
Wie sollte ein Unternehmen an seinen Social Media-Auftritt herangehen?
Huber: Grundsätzlich ist es immer gut, im Unternehmen Spezialisten zu haben, jedoch benötigt man zur Betreuung der eigenen Social Media-Auftritte mehr als nur eine Person. So braucht man allein für Facebook einen Social Media- Redakteur, einen Anzeigen-Manager, einen Webdesigner und einen Techniker/Programmierer. Eine auf Social Media Marketing spezialisierte Agentur hat meist wesentlich mehr Erfahrung in der Schaltung der ­Anzeigen, welcher Content wie gut funktioniert und mit welchen Maßnahmen man die meisten Nutzerdaten generieren kann.

medianet:
Auf welchen Plattformen sollte ein Unternehmen präsent sein?
Huber: Grundsätzlich gibt es keine 08/15-Strategie. Jedoch lässt sich mit Facebook und YouTube ein Großteil des Markts abdecken, so kann man damit etwa 80 bis 90% der jeweiligen Zielgruppe erreichen, die weiteren 10% benötigen hohen Ressourcenaufwand für vergleichsweise wenig Output. Immer interessanter werden Medien wie Instagram, Linked-In, WhatsApp und Snapchat, vor allem da man seit Kurzem auch Anzeigen auf Instagram schalten kann. Jede Branche benötigt eine andere Strategie bzw. jedes Unternehmen benötigt eine eigene auf sich maßgeschneiderte Strategie, um genau das zu erreichen, was erzielt werden soll.

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Ihr Kommentar zum Thema (5)

  • Thomas Ilk (Bacon & Bold) – Freitag, 04. Dez 2015, 16:38
    Bin ich anderer Meinung. a) Youtube ist kein Soziales Medium sondern eine reine Content Plattform. b) Youtube ist nahezu irrelevant für 95% der Kunden. Ohne massives Investment erreichen Videos auf Youtube keine große Reichweite und selbst dann wäre es auf Facebook günstiger. c) Der einzige Fall, wo Youtube stark relevant ist, ist, wenn ein Unternehmen wirklich die Ressourcen hat z.B. eine Video Show zu kreieren. Quasi nie der Fall. Instagram hingegen ist für alle Marken, die junge Zielgruppen ansprechen wollen (fast alle), zum Pflichtprogramm geworden. Speziell mit den neuen Werbetools. Wie sehen Sie das?
    • Markus Huber (Social Media Com) – Freitag, 04. Dez 2015, 23:37
      Sorry aber a) YouTube ist ein soziales Medium (siehe international anerkannte Social Media Landscape von Ethority: http://ethority.de/social-media-prisma/). Ebenfalls die wissenschaftliche Literatur bezeichnet YouTube als solches, also bitte vorher informieren, bevor hier derartige Falschinformationen kommentiert werden ... b & c) wie kommen Sie auf den Wert von 95 %??? Mit einer passenden Strategie kann man über YouTube super Erfolge erzielen. Vor allem wenn es um Werbung geht stehen bei Ihrem Vergleich 4.8 Mio. YouTube Nutzer gegen 340.000 Instagram Nutzern gegenüber. D.h. die potentielle Zielgruppe ist auf YouTube schon einmal ein Vielfaches. Und bitte nicht falsch verstehen, ich persönlich bin privat als auch beruflich ein großer Fan von Instagram. Wir betreuen ebenfalls bereits seit einiger Zeit diverse Instagram-Auftritte von Kunden sehr erfolgreich. Ich bin generell der Meinung, dass es kein "Pflicht-Programm" gibt. Wie bereits im Interview gesagt, bedarf es für jedes Unternehmen eine eigene Strategie.
      • Thomas Ilk (Bacon & Bold) – Samstag, 05. Dez 2015, 12:48
        Hängen wir uns nicht an Begriffsdefinitionen auf. Social Media im erweiterten Sinne ja, jedoch hat es kaum soziale Aspekte und ist von der Betreuung und den Werbeformen her näher an klass. Medien als an Facebook z.B. Und ja auf Youtube kann man hervorragende Ergebnisse erzielen. Generell tendiert jedoch Videowerbung auf Facebook sowohl günstiger als auch effizienter zu sein. Gibt natürlich Kunden für die Youtube Werbung dennoch Sinn macht. Ist aber eher klass. Media Buying und hat meist wenig mit Original Content auf der Plattform zu tun. Nimmt man das Online Marketing Gesamt, dann ist Youtube mind. in Top 3 der relevantesten Medien. Es findet nur gerade in der Werbung auf Youtube kaum bis keine Interaktion mit Nutzern statt. Weshalb ich gerade bei Werbung auf Youtube meine Probleme mit der Klassifikation als 'Social Media Werbung' habe. No offense meant. Hat mich nur ehrlich interessiert, warum sie Youtube in diesem Bereich als Platz 2 nennen. Vielleicht einfach nur ein Missverständnis. P.S.: Instagram hat mittlerweile fast 600.000 Nutzer in Österreich. Und ja ein generelles Pflicht-Programm gibt es mit Sicherheit nicht, deshalb habe ich diese Aussage ja auf Kunden eingeschränkt, die junge Zielgruppen ansprechen wollen.
        • Thomas Ilk (Bacon & Bold) – Samstag, 05. Dez 2015, 13:38
          Sind sogar 690.000 Instagram-Nutzer (laut Facebook Ads Manager) mittlerweile, wenn man unter 18-Jährige inkludiert. Das waren noch 360.000 vor 2 Monaten. Ist schnell gegangen.
          • Markus Huber (Social Media Com) – Montag, 07. Dez 2015, 10:20
            Ich hab's auch gerade gecheckt, sind tatsächlich 690.000 Nutzer; 360.000 in 2 Monaten find ich schon etwas arg; vll. konnte man zum Release der Instagram Ads nicht alle Nutzer sofort erreichen. Lt. Studien sprach man davor ja von bis zu 900.000 aktiven Nutzern in Österreich (zB Liechtenecker Studie) Meine ursprüngliche Aussage sollte in dem Interview eigentlich lauten: mit 50 % des Budgets kann man 80 % bis 90 % des Zielgruppe erreichen und für die weiteren 10 bis 20 % der Zielgruppe benötigt man in der Regel nochmals 50 % des Budgets ;). Und das Budget inkl. natürlich Media-Kosten, Honorare, etc. Hätte aber etwas verwirrend geklungen. Sicher erzielt man mit Facebook extrem gute Ergebnisse. Laut unseren letzten Analysen erzielen wird auch mit Facebook den höchsten ROI. Teilweise lag der CPV bei unseren Kampagnen sogar unter € 0,005, was nicht einmal ein Zehntel des durchschnittlichen YouTube CPVs ist. Das liegt aber auch daran, dass es sich um selbststartende PreRoll Ads handelt.