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Stahlharte Auszeichnung © ASMET/voestalpine/foto-freisinger.at

Franz Rotter (Vorstandsmitglied der voestalpine AG und ASMET-Präsident), Ronald Schnitzer, Franz Michael Androsch (Forschungschef voestalpine), Martin Peruzzi (Mitglied der Geschäftsführung bei voestalpine Böhler Welding Group GmbH).

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Franz Rotter (Vorstandsmitglied der voestalpine AG und ASMET-Präsident), Ronald Schnitzer, Franz Michael Androsch (Forschungschef voestalpine), Martin Peruzzi (Mitglied der Geschäftsführung bei voestalpine Böhler Welding Group GmbH).

02.06.2015

Stahlharte Auszeichnung

Stahlforschung Erstmals verlieh die voestalpine den mit 12.000 Euro dotierten Preis für Stahl-Innovationen

Das Siegerprojekt liefert weltweit einzigartige neue Erkenntniss zu hochfesten Hightech-Stählen.

Linz. Vor Kurzem verlieh die voest-alpine zum ersten Mal den mit 12.000 Euro dotierten voestalpine Stahlforschungspreis. Unter den 18 Bewerbern ging Ronald Schnitzer als klarer Sieger hervor. In seiner Dissertation hat er für einen neuen hochfesten Hightech-Stahl, der in der Luft- und Raumfahrt Anwendung findet, Zusammenhänge zwischen atomarer Struktur und Eigenschaften des Werkstoffs erforscht. Die erzielten Ergebnisse sind weltweit einmalig und tragen daher wesentlich zum Verständnis dieser neuen Stahlklasse bei.

Schnitzer leitet seit 2014 die F&E-Abteilung im Fachbereich Fülldraht und Stabelektrode mit 17 Mitarbeitern, davor hatte er die Leitung der Abteilungen Neuproduktentwicklung und Angewandte Forschung der Böhler Schweißtechnik GmbH inne. Darüber hinaus zeichnen den Werkstoffwissenschafter und Absolventen der Montanuniversität Leoben zahlreiche Nominierungen wie der „Best Paper-Award” oder der Metallkunde-Förderpreis aus.
Franz Michael Androsch, Forschungschef des voestalpine-Konzerns, lobte den engagierten Mitarbeiter als „der diese Auszeichnung nicht nur seiner sub auspiciis abgeschlossenen Dissertation, sondern auch seiner exzellenten Forschungstätigkeit im Konzern verdankt”.
Im Rahmen einer internationalen Ausschreibung wird der voestalpine Stahlforschungspreis künftig alle zwei Jahre in Kooperation mit der Montanuniversität Leoben und der Austrian Society for Metallurgy and Materials (ASMET) an junge Akademiker aus Wissenschaft und Wirtschaft (bis 35 Jahre) vergeben, die herausragende Arbeiten zum Thema Stahl liefern.
„Damit unterstreicht die voestalpine ihr Engagement in der Forschungsförderung an Hochschulen und innerhalb des Konzerns. Hochqualifizierte Mitarbeiter wie Ronald Schnitzer stehen für die Innovationskraft der Unternehmensgruppe, die unseren Erfolg alsglobal führender Hersteller von Hochleistungswerkstoffen ausmacht.”

141 Mio Euro für F&E

Insgesamt investiert voestalpine im Geschäftsjahr 2014/15 141 Mio. Euro in F&E.
„Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat für uns weltweit oberste Priorität, dafür stehen auch die 760 F&E-Mitarbeiter”, so Androsch, der in der Vernetzung und Zusammenarbeit mit externen Partnern, allen voran Universitäten, den größten Erfolgsfaktor sieht.
Aktuell führt der Konzern gemeinsam mit rund 80 Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit einige Hundert Forschungsprojekte durch, etwa in den Bereichen höchstfeste Stähle für Automobil- und Luftfahrtindustrie, Mobilität und Energie, um seine Technologie- und Qualitätsführerschaft zu sichern. (red)

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