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Michael Fiala 16.09.2016

Was ist die Story?

Experten haben im Bereich des Storytellings fünf akute Bereiche identifiziert. Auf Videos sollte zusätzlich zu Textelementen nicht mehr verzichtet werden.

••• Von Michael Fiala

WIEN. „Den Text liest sowieso niemand”, lautet der wohl größte Irrtum im aktuellen Kommunikationszeitalter. Gerade die komplexen B2B-Themen verlangen nach weiterführenden Erklärungen – und die wären ohne durchdachte Textierung gar nicht denkbar.

Fakt ist: Menschen lesen, was sie interessiert. Entscheidend dabei sind die Inhalte und die damit verbundene Relevanz. Werde ich als Leser überrascht, fühle ich mich textuell überfordert, oder handelt es sich um eine knochentrockene Abhandlung, die mich so ganz und gar nicht in ihren Bann zieht?

Perspektivenwechsel

Selbst komplizierte Sachverhalte und Prozesse können zu in interessanten Geschichten verpackt werden. Wichtig ist dabei der Perspektivenwechsel: Wie würde der Kunde die werblichen Botschaften bewerten? Was sind seine Wünsche? Worauf legt er wohl Wert?

Schlagworte wie „innovativ” oder „international” reichen nicht mehr aus, um Begeisterung zu erzeugen. Denn mittlerweile behauptet das schon fast jedes Unternehmen von sich und seinen Leistungen.
Storytelling ist auch ein wesentlicher und bestimmender Faktor für Bewegtbilder und Animationen. Webanalysen zeigen, dass beliebte Videos innerhalb kürzester Zeit 100 bis 200 Mio. Klicks generieren können. Laut dem Telekommunikationsunternehmen Cisco werden Videos im Jahr 2019 bereits 80% des weltweiten privaten Internetdatenverkehrs ausmachen – wir stehen am Beginn einer neuen Kommunikationsära.
Auch für das Wirtschaftsmagazin Forbes sind Videoinhalte im Bereich des digitalen Marketings stark im Aufstieg begriffen. Fünf aktuelle Trends haben Experten hierzu identifiziert:


1. Gebrandete Videoinhalte ­
Videos, die unter dem Namen einer Marke publiziert worden sind, werden in den kommenden Monaten signifikant zunehmen. Von Interviews, über Blicke-hinter-die-Kulissen, bis hin zu Produktclips – um User und damit mögliche Kunden zu erreichen und zum Handeln zu bewegen, braucht es Inhalte, die bewegen und begeistern; Marken können dabei auf bereits bestehende Geschichten und Informationen zurückgreifen – und diese mit einem überraschenden Twist in Videos umwandeln.

2. Videos auf Web- und Produktseiten
Auch wenn Videoplattformen wie YouTube boomen – verstärktes Augenmerk wird derzeit auch auf die Integration von Videos auf Homepages und Produktseiten gelegt. Webseiten wirken so weniger statisch und damit anziehender, während Videos produktseitig komplexe Inhalte anschaulich erklären können.

3. Animierte GIFs in Sozialen ­Medien Kurz-Clips oder animierte GIFs haben im vergangenen Jahr in den Sozialen Medien massiv zugenommen. Inhalte können so kurz und knackig kommuniziert werden – das trifft auch auf die 6-Sekunden Vine-Videos zu, deren Beliebtheit sich auch große Marken künftig nicht verschließen werden.

4. Echtzeit-Storytelling
Egal ob Produktpräsentation, Firmen­event oder Pressekonferenz – Live-Streams in den Sozialen Medien werden immer häufiger eingesetzt, bieten sie doch die Möglichkeit, die User direkt am Unternehmen teilhaben zu lassen. Live-Videos können Menschen an Orte versetzen, an denen sie noch nie waren. Bestes Beispiel wie solche Videos gelingen können: Periscope.

5. Videos beleben E-Mail-Marketing
Der Fokus verschiebt sich auch im E-Mail-Marketing von umfassenden Textinhalten, hin zu kurzen Videos, die zur Interaktion mit der Marke anregen; entscheidend sind hierbei Qualität und Länge der Clips: In drei bis vier Minuten sollte alles ­gezeigt sein.

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