„2. Welle kommt sicher”
FINANCENET linda kappel 27.03.2015

„2. Welle kommt sicher”

Fidelity Worldwide Investment Bei ausländischen Fondshäusern in Österreich mit Marktanteil von 10% unter Top 3

Das Fondshaus hat sich repositioniert, die Produktpalette ausgeweitet und das Marketing angepasst.

Fidelity Österreich-Chef Adam Lessing: „Sind heute viel breiter aufgestellt”.

Wien. Seit einiger Zeit geht es für die österreichische Fondsbranche wieder aufwärts (siehe medianet vom 6.3.2015). Dies trifft auch für Niederlassungen und Töchter ausländischer Fondshäuser zu. „Uns geht es gut, seit drei Jahren wachsen wir in Österreich sehr stark”, sagt Adam Lessing, Country Head Österreich und Osteuropa bei Fidelity Worldwide Investment. Fidelity betreut als eine der großen fünf ausländischen Fondsgesellschaften in Österreich von Wien aus den österreichischen Markt sowie jenen der CEE-Länder (mit Ausnahme von Polen). Fidelitys Marktanteil unter den ausländischen Kapitalanlagegesellschaften beträgt laut Lipper über zehn Prozent.

Und Lessing sieht keinen Grund, warum sich die erfreuliche Entwicklung demnächst ändern sollte: „Nach einem fünfjährigen Bullenmarkt werden die Fonds-Anleger nun so richtig auf die positive Börsetendenz aufmerksam”, so Lessing. „Glücklicherweise ist es noch nicht zu spät, denn ich bin überzeugt, dass eine zweite Welle kommt, getrieben vom tiefen Ölpreis als Antreiber für die Weltkonjunktur, auch mit Rückenwind aus den USA und aus China.”

Gesundes Wachstum

Dabei habe sich Fidelity in den vergangenen vier Jahren komplett neu positioniert: vom „deep retail-Anbieter” zu einem „multi-channel-Anbieter”, der institutionelle Anleger und Privatbanken zusätzlich zur traditionellen Basis der Finanzvermittler mit einer nun verbreiterten Palette an Produkten bedient, so Lessing. Dies habe zu einem steten Wachstum geführt. Institutionelle Anleger stünden ja vielfach vor dem Problem, einen Mindestzinsertrag zu erwirtschaften – mit Staatsanleihen heute eine diffizile Aufgabe. Fidelity beschäftige allein in Asien mehr als 3.000 Menschen, „wir können daher auch höhere rentierende asiatische High-Yield-Papiere oder chinesische RMB Anleihen managen”.„Früher war Fidelity vor allem für seine Asien-Aktien-Expertise bekannt, wir waren also in Märkten unterwegs, die hochvolatil waren.” Heute habe das Fondshaus nicht nur seine Aktienexpertise massiv ausgeweitet mit Amerika oder dem traditionellen European Growth Fund unter neuer Führung, sondern sich auch in „klassischen konservativen Assetklassen” wie Euro-Anleihen oder im Bereich Mischfonds, etwa mit dem Fidelity Patrimoine-Fonds, etabliert. Man werde im Retail-Publikum vor allem auch im Segment der Zielsparfonds (engl.: „Target Funds”) stark wahrgenommen. Diese Fonds sind von der Veranlagungsstrategie her auf ein bestimmtes Zieldatum abgestimmt, d.h. beim „Fidelity Funds – Fidelity Target 2020 Euro Fund A (EUR)” beispielsweise wird die Veranlagung in europäische Aktien, Anleihen, zinstragende Schuldtitel und Geldmarktpapiere bis zum Laufzeitende 2020 zunehmend konservativer gestaltet.

Neue Diktion

Die inhabergeführte Fondsgesellschaft mit US-amerikanischen Wurzeln verzichtet gänzlich auf Exchange Traded Funds (ETFs) bzw. auf passiv gemanagte Fonds.Auch das Marketing wurde runderneuert: „Statt von Assetklassen zu reden, sprechen wir die Anleger mit den Themen Stabilität, Einkommen und Wachstum an”, erklärt Lessing. Dies gehe Hand in Hand mit dem Trend zu Dividendenfonds, bei denen in Unternehmen investiert wird, deren Ausschüttung attraktiv ist. Die Möglichkeit beim Fidelity Global Dividend Fund, sich die Erträge vierteljährlich oder sogar monatlich ausschütten zu lassen, komme beim Anleger gut an. Lessing: „Das beruhigt. Man muss nicht mehr täglich in der Zeitung oder im Internet nachschauen, wie sich der Anteilsschein entwickelt. Angesichts der regelmäßigen Auszahlung tritt die Sorge um Kursschwankungen beim Langfristanleger in den Hintergrund.”

Depotverwaltung inklusive

Die unabhängigen Fondsvermittler können für ihre Kunden seit September 2013 bei der Fidelity Fonds Bank (FFB) – mit Zweigniederlassung in Wien – Konten führen und so alles aus einer Hand anbieten. Durch die FFB stehen fast alle in Österreich zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Fonds von mehr als 200 Fondsgesellschaften im Rahmen einer endbesteuerten Depotlösung zur Verfügung.

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