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Börse und Voest feiern © APA/Herbert Pfarrhofer

voestalpine-Chef Wolfgang Eder: Der Stahlriese feiert ein starkes 20-Jahr-Jubiläum.

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voestalpine-Chef Wolfgang Eder: Der Stahlriese feiert ein starkes 20-Jahr-Jubiläum.

09.10.2015

Börse und Voest feiern

Österreichs Aktienmarkt zeigt auf: Der Aktienumsatz stieg zuletzt um 20 Prozent, Jubilar voestalpine feiert Kurs-Versechsfachung.

WIEN. Die Wiener Börse jubelt über das dritte Quartal 2015: Die Aktienumsätze stiegen um 19,1 Prozent auf 13,59 Mrd. Euro, und die ausgeführten Börsenaufträge legten um 43,5 Prozent auf 2,07 Millionen zu. Der Leitindex ATX sei trotz Einbußen in einer „europäischen Top-Position”, teilte die Börse in einer Aussendung mit. Die größten Kursgewinner waren Cross Industries und Kapsch TrafficCom; auf lange Sicht zeigt Jubilar voestalpine, was an Kurszuwächsen in Wien drin ist.

Griechenland zum Trotz

„Trotz der Unsicherheit aus Griechenland Anfang des Sommers sowie des Einflusses Chinas auf die globalen Märkte gehört Wien zu den wenigen Börsen, die nach den Turbulenzen noch im Plus sind”, so Börse-Vorstand Birgit Kuras. Von Februar bis September habe die Wiener Börse in jedem Monat ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Der Börsenwert aller an der Wiener Börse notierten Unternehmen lag per 30. September 2015 in Summe bei 81,78 Mrd. Euro.

voestalpine 20 Jahre an Börse

Einen besonderen Grund zum Feiern liefert derzeit der Stahlriese voestalpine, dessen Aktie im Leitindex ATX der Wiener Börse notiert: Die voestalpine ist seit 9. Oktober 1995, also seit genau 20 Jahren, an der Wiener Börse.

In den 20 Jahren seither wandelte sich der ehemalige Staatsbetrieb vom reinen Stahl- zum internationalen Technologie- und Industriegüterkonzern. Der Aktienkurs hat sich seit der Erstnotiz 1995 auf 33 Euro mehr als versechsfacht, wenn man den Aktiensplit von 1:4 im Jahr 2006 berücksichtigt. Der Kurs lag seinerzeit demnach bei 5,18 Euro, nun sind es rund 33. Das ist übrigens auch deutlich höher als der Kurs vor ein und drei Jahren war (nämlich rund 29,50 bzw. rund 24 Euro).
Bemerkenswert ist auch die Veränderung bei der Aktionärsstruktur: Im Jahr 2000 hat die voestalpine ein ehrgeiziges Mitarbeiterbeteiligungsprogramm gestartet. Mit 14,7 Prozent sind die Mitarbeiter heute zweitgrößter Aktionär hinter der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest. Beim Börsegang befanden sich noch 43 Prozent der Aktien in Staatsbesitz.

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