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D.A.S.-Rechtsschutz will EPU den Rücken stärken © D.A.S.
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reinhard krémer 07.10.2016

D.A.S.-Rechtsschutz will EPU den Rücken stärken

CEO Johannes Loinger stellt Kleinunternehmer ins Zentrum seiner Rechtsschutzangebote; das Geschäft brummt.

••• Von Reinhard Krémer

WIEN. Das Geschäft der D.A.S.-Rechtsschutzversicherung, die heuer ihr 60jähriges Bestandsjubiläum feiert, brummt: „Das Neugeschäft ist innerhalb der ersten neun Monate sowohl im Privatkunden- als auch im Firmenkundenbereich um insgesamt 5% gewachsen, die Nachfrage nach Rechtsschutz damit ungebrochen hoch”, berichtet CEO Johannes Loinger.

Zwar kann er keine echten Auffälligkeiten im täglichen Tun neben den bekannten Trends verzeichnen, aber: „Unverändert ist, dass wir in den vergangenen Jahren einen steigenden Bedarf an Rechtsschutz erleben. Das liegt zum Teil auch am wirtschaftlichen Umfeld. Wenn es der Wirtschaft nicht so gut geht, steigt auch das Bedürfnis nach Rechtsschutz.”
Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass mehr gestritten wird, sagt Loinger: „Vielmehr geht es um die Absicherung existen­zieller Bereiche. Ein Beispiel ist die Sorge um den Arbeitsplatz, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten größer ist. Damit steigt auch das Interesse am Arbeitsgerichtsrechtsschutz. Aber auch Nachbarschaftsstreitigkeiten nehmen zu. Immer dann, wenn Menschen ihre Haushaltsbudgets genau einteilen müssen, können sie es sich oft auch gar nicht leisten, auch auf kleinere Beträge zu verzichten, die ihnen von Rechts wegen zustehen.”
Die meisten Schadenfälle verzeichnet die D.A.S., wo man seit heuer auch für die Steuerung und Entwicklung der bestehenden Zweigniederlassungen in Tschechien und der Slowakei sowie der D.A.S. Gesellschaften in Estland, Ungarn und Polen zuständig ist, im Vertragsrechtsschutz, bei Auseinandersetzungen rund ums Fahrzeug und um den Arbeitsplatz: „Zunehmend stark in Anspruch genommen werden auch Beratungen, sowohl bei unseren Partneranwälten als auch bei unseren hausinternen Juristen; daneben wickelt unser spezialisiertes RechtsService Inkasso jährlich eine hohe, rasant steigende Zahl an Inkassoforderungen für unsere Geschäftskunden ab”, sagt der D.A.S.-Vorstandsvorsitzende.

Kleinstunternehmen stärken

Der Trend, so Loinger, geht seit Jahren stark in die Richtung der außergerichtlichen Streitbeilegung: „Das ist insofern nicht besonders überraschend, da Gerichtsverfahren oft langwierig und teuer sind und in vielen Fällen einen und manchmal sogar zwei Verlierer bringen.”

Für den D.A.S.-Boss stehen Firmen-Rechtsschutzangebote für KMU im Zentrum: „Seit letztem Jahr bieten wir zusätzlich ein eigenes Angebot für Ein-Personen-Unternehmen und Kleinunternehmen an: die Spezial-Kombination für Kleinunternehmer.”
Darin enthalten, so Loinger, ist ein maßgeschneidertes Firmenprodukt inklusive Vertrags- und Standort-Rechtsschutz sowie ein erweiterter Kfz-Rechtsschutz für bis zu drei Kfz.
Die Privatrechtsschutzversicherung für den Inhaber und dessen Familie ist automatisch ohne Extraprämie inkludiert: „Da in Österreich die Zahl der EPU-Gründungen kontinuierlich steigt, wollen wir die Position von Kleinstunternehmern mit diesem Rechtsschutzangebot stärken; auch ein Inkasso-Rechtsschutz ist enthalten.”

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