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Das Zauberwort heißt Small Caps © Rosenbauer

Internationale Experten empfehlen Small Caps, also in Österreich z.B. Rosenbauer.

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Internationale Experten empfehlen Small Caps, also in Österreich z.B. Rosenbauer.

18.12.2015

Das Zauberwort heißt Small Caps

Europäische Nebenwerte haben sich heuer deutlich besser entwickelt als die Aktien größerer Unternehmen. Und es gibt weiteres Aufwärtspotenzial …

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Während der Standard­werte-Index MSCI Europe auf eine Gesamtrendite von 2,1% kam, brachte es sein Nebenwerte-Pendant MSCI Europe Small Cap auf 11,2%. Noch besser schlug sich der AXA World Fund Framlington Europe Small Cap mit einem Plus von 26,5%.

Trotz dieser Outperformance sind die Aussichten für Small Caps auch 2016 gut, meint AXA-Fondsmanagerin Isabelle de ­Gavoty. „Small Caps sind nach wie vor günstig bewertet – sogar etwas günstiger als Standardwerte, wenn man das Verhältnis von Kursen und operativem Gewinn (EBITDA) zugrundelegt. Angesichts der Tatsache, dass Small Caps häufig Wachstumsunternehmen sind und deshalb eher höher bewertet sein sollten, ist dies günstig.”

Strukturell höhere Renditen

Darüber hinaus können Anleger mit Nebenwerten auch in einem anderen Zusammenhang von Veränderungen profitieren, sagt de Gavoty: „Längerfristig gesehen bin ich davon überzeugt, dass gerade Small Caps das Herz der Transformation unserer Wirtschaft bilden und deshalb von spezifischen Wachstumstreibern profitieren werden, etwa weil sie auf disruptive Geschäftsmodelle setzen.”

Als Beispiel für diese Art von ­Unternehmen nennt sie Autotrader, einen britischen Online-Marktplatz für Gebrauchtwagen, dessen Aktie sie aktuell für besonders attraktiv hält: „Der Titel ist nicht billig, aber das Unternehmen profitiert von starken Wachstumstreibern, sodass seine Wachstumsaussichten sehr klar sind.”
De Gavoty sieht Nebenwerte als Anlageklasse, die strukturell höhere Renditen ermöglichen kann als Standardwerte.
Small Caps hätten sich in jedem Jahr außer 2008 besser entwickelt als Large Caps – selbst wenn man die Renditen aus dem vorigen Konjunkturzyklus miteinbeziehe. Dass Small Caps langfristig höhere Renditen bieten als Large Caps, sei durch historische Daten eindeutig belegt. „Investoren sollten deshalb gerade im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld nicht leichtfertig auf die Anlageklasse verzichten.”

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