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EAM führt mit 3,9 Mrd. Euro Volumen Markt an © EAM/Daniel Hinterramskogler

Gerold Permoser: „Durch den Dialog mit den Unternehmen bekommen wir ein besseres Verständnis für deren Strategien.”

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Gerold Permoser: „Durch den Dialog mit den Unternehmen bekommen wir ein besseres Verständnis für deren Strategien.”

Fritz Haslinger 22.05.2015

EAM führt mit 3,9 Mrd. Euro Volumen Markt an

Forum Nachhaltige Geldanlagen Marktbericht 2015 dokumentiert ungebrochenes Wachstum in Österreich

Nachhaltige Fonds und Mandate erreichten 2014 in Österreich ein Volumen von 8,97 Mrd. Euro.

Wien. Laut dem vom Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) publizierten Marktbericht 2015 sind nachhaltige Geldanlagen in Österreich weiterhin auf dem Vormarsch. Das Volumen der nachhaltigen Fonds und Mandate hat sich mit Ende 2014 auf 8,97 Mrd. Euro belaufen – ein sattes Plus von 36% gegenüber 2013.

Angebot schafft Nachfrage

2014 haben die privaten Anleger überdurchschnittlich zum Wachstum beigetragen. „Ihr Anteil am nachhaltigen Anlagemarkt ist von 14% in 2013 auf 23% in 2014 angestiegen”, erklärt Wolfgang Pinner, stellvertretender FNG-Vorstandsvorsitzender und Leiter des FNG Österreich. „Hierzu haben möglicherweise neu aufgelegte Nachhaltigkeitsfonds beigetragen wie auch Fonds, deren Strategie an Nachhaltigkeitskriterien angepasst worden ist”, so Pinner. Laut FNG-Daten sind bei den institutionellen Investoren, deren Marktanteil jetzt bei 77% liegt, betriebliche Pensionsfonds sowie öffentliche Pensions- und Vorsorgekassen die wichtigsten Gruppen.

Österreich vor Nachbarn

Besonders erfreulich ist aus Sicht von Pinner, dass der nachhaltige Anlagemarkt auch im Vergleich zum Gesamtmarkt gewachsen ist. „In Österreich ist der Anteil nachhaltiger Geldanlagen erneut angestiegen und beträgt mit Ende 2014 knapp 6%. Österreich ist damit auch im Vergleich zur Schweiz und zu Deutschland führend”, merkt Pinner an. Nach wie vor ist der Ansatz, bestimmte Unternehmen, Branchen oder Länder aus dem Investment-Universum auszuschließen am weitesten verbreitet. Er wird bei fast allen Investmentfonds und Mandaten angewendet. Zu den beliebtesten Ausschlusskriterien zählen Kernenergie, Waffen und Menschenrechtsverletzungen. Die Anlagestrategie „normbasiertes Screening” rangiert auf Platz zwei. Der Ansatz prüft Investments nach ihrer Konformität mit internationalen Normen, zum Beispiel den Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation ILO.

EAM in Österreich Nr. 1

Die Erste Asset Management (EAM) hat eigenen Angaben zufolge die klare Marktführerschaft bei nachhaltigen Investments in Österreich inne. Per 30. April 2015 habe sie ein nachhaltiges Anlagevolumen von 3,9 Mrd. Euro verwaltet. In den letzten fünf Jahren habe sich dieses Volumen laut CIO Gerold Permoser um gut 70% erhöht.

Ethische Maßstäbe anlegen

Damit werde die steigende Bedeutung einer Veranlagung, die die klassischen Kriterien der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und ethische Bewertungsmaßstäbe ergänzt, deutlich unterstrichen.
In den nächsten Jahren werde der aktive Dialog mit Unternehmen und Stakeholdern, also allen, die am Wohlergehen von Unternehmen interessiert sind, weiter ausgebaut und professionalisiert, heißt es bei EAM.

Aktiver Dialog ist wichtig

„Wir führen einen aktiven Dialog mit Unternehmen, in die wir investieren oder die für eine Veranlagung in Frage kommen. So bekommen wir ein besseres Verständnis für die Unternehmen und deren Strategie sowie ein tieferes Verständnis des fairen Unternehmenswertes”, ergänzt Nachhaltigkeits-experte Permoser.
Darüber hinaus nutzt die EAM ihre Stimmrechte in nachhaltigen und traditionellen Fonds, um im besten Interesse der Investoren zu handeln.

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