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Etablierte Marken, neue Technologien im Fokus © Panthermedia.net/William Perugini

Nagy: „Bevölkerung der USA wird bis 2050 um 20 Prozent wachsen; viele weitere Faktoren sprechen für ein US-Engagement.”

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Nagy: „Bevölkerung der USA wird bis 2050 um 20 Prozent wachsen; viele weitere Faktoren sprechen für ein US-Engagement.”

26.06.2015

Etablierte Marken, neue Technologien im Fokus

Comgest Beim Growth Amercia Fonds setzt das Management – wie der Name schon verrät – auf Wachstumstitel

Schwergewichte wie Google, Microsoft, Johnson & Johnson, Comcast, Medtronic, Tyco im Fonds.

Wien. Die USA könnten für Aktienanleger längerfristig gesehen „The place to be” sein. Die US-Wirtschaft zeichne sich durch Qualität und Innovation aus, der Arbeitsmarkt sei dabei, sich zu stabilisieren, zudem profitierten die Vereinigten Staaten von positiven demografischen Tendenzen, auf Unternehmensebene überzeugten konkurrenzfähige Produktionsstückkosten, führt Christophe Nagy, Senior Fund Manager bei Comgest S.A. in Paris und zuständig für den Comgest Growth America Fonds (ISIN IE0004791160), ins Treffen.

Auf Jahressicht (zum 29. Mai 2015) hat der Fonds eine Performance von 11,4% geschafft, auf drei Jahre annualisiert ergibt sich eine Wertentwicklung von 19,66%.
Im Fonds, bei dem in Wachstumstitel investiert werde, geben neue Technologien und etablierte Marken den Ton an, wie es anlässlich einer Präsentation vor Kurzem in Wien hieß. „Tesla, Amazon, Medtronic sowie ein großer Pool von Wachstumsunternehmen kommen aus den USA.”

Reifen Märkten fernbleiben

„Wir wollen jene Unternehmen, in die wir überlegen zu investieren, verstehen”, erklärt Nagy den Ansatz bei der Titelselektion. Aus diesem Grund meide man den Banksektor gänzlich, fern bleibe man auch „sehr reifen Märkten in den USA” wie dem Telekomsektor und den Versorgern.
Der Fokus werde hingegen auf Unternehmen mit einem „überzeugenden Geschäftsmodell” gelegt, die etwa über ein natürliches Monopol verfügen oder von Netzwerk-Effekten über alle Industrien hinweg profitieren.
Nach der Detailanalyse komme man auf eine „Short List” von 70 Unternehmen, deren Gewichtungen zu Beginn zwischen einem und drei Prozent liegen, die bei starker Überzeugung dann bis auf fünf bis sieben Prozent ansteigen können.

Großteil sind Large Caps

Nagy: „Was uns wichtig ist: In steigenden Märkten muss der Fonds nicht outperformen, aber in fallenden Märkten soll er sich resilient gegen die Korrekturen zeigen.” Bestandteil der Strategie ist, dass 90 Prozent der Titel Börsen-Schwergewichte sind und eine Marktkapitalisierung von mehr als 10 Mrd. US-Dollar aufweisen, mehr als 40 Prozent haben sogar eine von mehr als 50 Mrd. Dollar.
Nach Sektoren betrachtet, verteilt sich das Fondsvermögen zu größeren Anteilen auf Informationstechnologie (28%), Industriewerte (21%), die Gesundheitsbranche (17%), zyklische Konsumgüter (14%) nicht-zyklische Konsumgüter (9%) und zu einem geringeren Teil auf Rohstoffe (6%) und Energie.

Von Megatrends profitieren

„Wir investieren nicht in Themen, profitieren aber sehr wohl von Megatrends”, führt Nagy aus. Dies können z.B. die Digitalisierung der Wirtschaft, die alternde Bevölkerung, die industrielle Renaissance, die Konsumverwestlichung in den Schwellenländern sein. Nagy: „20 Prozent der Aktiengesellschaften in unserem Fonds machen den Großteil ihres Geschäfts in oder mit den Emerging Markets.”
Unter Beobachtung bzw. im Fondsvermögen sind daher Werte wie Google, Oracle, J.B. Hunt Transport Services, Paychex, Medtronic, Johnson&Johnson, United Techologies, Tyco, Stericycle, Nielsen, Pratt & Whitney und Cinemark Holdings. Die jüngsten Käufe bzw. Zukäufe wurden in Aktien von Equinix, Verisk Analytic und Tyco International getätigt, während der Biotechnologiesektor zwar teils als „großartiger Markt” gesehen wird, aber dennoch im Fonds aufgegeben wurde. (lk)

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