FINANCENET
Geldregen bringt nichts © Züricher Kantonalbank Österreich

Christian Nemeth, Zürcher Kantonalbank Österreich AG: „Wir rechnen in nächster Zukunft nicht mit Helikoptergeld.”

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Christian Nemeth, Zürcher Kantonalbank Österreich AG: „Wir rechnen in nächster Zukunft nicht mit Helikoptergeld.”

Redaktion 16.09.2016

Geldregen bringt nichts

Das Wirtschaftswachstum ist weltweit unterdurchschnittlich – kommt jetzt das große Schuldenmachen?

••• Von Reinhard Krémer

SALZBURG. Die Wirtschaft braucht neuen Schwung, darüber sind sich alle Experten einig. Bei der Frage nach dem „Wie” wird es schon komplizierter. Denn obwohl die Zentralbanken seit Jahren versuchen, mit expansiver Geldpolitik die Konjunktur anzukurbeln, bleibt die erhoffte Wirkung des Geldregens aus, den die Notenpressen erzeugen. Das Wachstum der Weltwirtschaft bleibt unterm Schnitt. „Daher werden jene Stimmen lauter, die fordern, dass der konjunkturelle Aufschwung über Maßnahmen der Fiskalpolitik gesteuert werden müsste”, sagt Christian Nemeth von der Zürcher Kantonalbank Österreich AG. Im Klartext: Es müssen mehr Schulden gemacht werden.

Helikoptergeld ist riskant

Als ein Mittel, um die Ökonomien anzustoßen, wurde auch die Idee des sogenannten Helikoptergelds diskutiert: Also die massive Ausweitung der Geldmengen durch die Notenbanken, die das Geld direkt zu Staaten oder Bürgern transferieren; die Geldschwemme soll den Konsum in Gang bringen.

„Wir rechnen in nächster Zukunft jedoch nicht mit der Einführung von Helikoptergeld im engeren Sinn, da die damit einhergehenden Risiken kaum abschätzbar sind”, so Nemeth.

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