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Nach der Fed-Sitzung © APA/EPA/Andrew Gombert

Die Entscheidung von Fed-Chefin Janet Yellen wird als zweischneidig gesehen.

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Die Entscheidung von Fed-Chefin Janet Yellen wird als zweischneidig gesehen.

25.09.2015

Nach der Fed-Sitzung

Zweigeteilte Meinung: Schroders erwartet Eintrübung am Aktienmarkt einerseits, Freude bei den Marktteilnehmern andererseits.

••• Von Fritz Haslinger

HAMBURG/WIEN. Die von der Fed (Federal Reserve) getroffene Entscheidung, die Leitzinsen unverändert bei 0,25% zu belassen, bewertet die Fondsgesellschaft Schroders, bezogen auf deutsche – und somit auch österreichische – Anleger, zweigeteilt: Einerseits dürfte die als noch nicht stabil genug für einen Zinsschritt beurteilte Konjunktur die Stimmung an den Aktienmärkten eintrüben. Andererseits dürften sich Marktteilnehmer über die Beibehaltung der Zusatzliquidität freuen. So oder so: „Insgesamt wird die unvermeidliche Erhöhung aber nur verzögert. Daher könnte die Verschiebung auch wieder für volatile Aktienmärkte sorgen”, meint Analyst Daniel Lösche von Schroders. Zur Begründung ihrer Entscheidung verweist die US-Notenbank auf die jüngsten globalen Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Inflation.

Für das Jahresende 2015 erwartet das Federal Open Market Committee (FOMC) der Federal Reserve ein Zinsniveau von 0,375%, für das Jahresende 2016 von 1,375% und per Ende 2017 von 2,625%. Der Ausblick auf das Wirtschaftswachstum wurde nach oben korrigiert.

Auf und Ab bei Aktienmärkten

Als direkte Reaktion auf die Entscheidung legten die Aktienmärkte zunächst zu, gaben ihre Gewinne aber bald darauf wieder ab.

Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen fielen auf 2,2%. Insgesamt hält die Federal Reserve an einem vergleichsweise positiven und stabilen Ausblick für die Wirtschaftsentwicklung fest.
Es wird jedoch deutlich, dass in nächster Zukunft die internationalen Entwicklungen erheblichen Einfluss auf die anstehenden Zinsentscheidungen der Fed haben werden.
Auf der Währungsseite geht Schroders von einer temporären Aufwertung des Euro gegenüber der US-Währung aus. Dies wirke sich eher negativ auf die Produktivität der exportstarken europäischen Firmen aus.
Mit Bezug auf den europäischen Anleihenmarkt erwarten die Schroders-Experten keine größeren Turbulenzen durch die Entscheidung, sondern eher moderat sinkende Renditen.

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