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Neuer Wettlauf bei Hochfrequenzhandel © Michael Reynold/EPA/picturedesk.com

Gary Cohn, Goldman Sachs-Präsident, denkt bei High-Speed-Handel offenbar um.

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Gary Cohn, Goldman Sachs-Präsident, denkt bei High-Speed-Handel offenbar um.

19.06.2015

Neuer Wettlauf bei Hochfrequenzhandel

Goldman Sachs US-Investmentbank investiert in automatische Handelssysteme und warnte vor Kurzem noch davor

New York. Goldman Sachs vollzieht offenbar eine Wende beim umstrittenen Thema Hochfrequenzhandel. Die US-Investmentbank plane, kräftig in Personal und Technologie zu investieren, um in diesem Geschäftsfeld anzugreifen, berichtete der Finanzdienst Bloomberg.

Aufrüstung der Software

Dabei hatte Goldman-Präsident Gary Cohn im März 2014 noch eine schärfere Regulierung gefordert. Die Risiken an den Finanzmärkten würden durch den dramatischen Anstieg automatisierter High-Speed-Geschäfte verstärkt, meinte er damals.
Nun sei die Bank dabei, Software aufzurüsten und einen auf High-tech-Handelssysteme spezialisierten Top-Manager vom Rivalen Morgan Stanley abzuwerben.
Schon im April beteiligte sich die Bank mit 20,5 Mio. Dollar an Perseus, einer Firma, die Turbo-Händler mit der Netzwerktechnik ausstattet.

Geschwindigkeitsvorteil

Experten warnen vor dem gro-ßen Einfluss automatisierter Handelssysteme. Kommt es zu Panik an den Märkten, kann der Hochfrequenzhandel außer Kontrolle geraten und Kursentwicklungen heftig beschleunigen. Zudem könnten Investoren durch diese Technik anderen Anlegern immer einen Schritt voraus sein. (APA)

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