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Trump+Brexit=Bremse © APA/AFP/Timothy A. Clary

Der umtriebige „President-elect” Donald Trump und eine unwillige Insel beeinflussen die Investitionsentscheidungen.

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Der umtriebige „President-elect” Donald Trump und eine unwillige Insel beeinflussen die Investitionsentscheidungen.

Helga Krémer 16.12.2016

Trump+Brexit=Bremse

Der Coface-Ausblick für 2017 hinterlässt gemischte Gefühle – im besten Fall. Politisches Risiko könnte Investitionen verhindern.

••• Von Helga Krémer

WIEN. Die aktuelle Coface-Studie über die Entwicklungen in den Branchen gibt keinen Anlass zum Feiern. Über das ganze Jahr 2016 gesehen, änderte sich fast die Hälfte der Bewertungen in zwölf Sektoren, verteilt auf sechs Regionen der Welt. 23 Herabstufungen stehen nur zehn Aufwertungen gegenüber.

In diesem Quartal wurden in Nordamerika vier Branchen herabgestuft, nämlich Einzelhandel, Textil/Bekleidung, Transport und Papier/Holz. In Westeuropa wurde der Sektor Landwirtschaft/Nahrungsmittel herabgestuft. In Mitteleuropa steht eine Verbesserung (Transport) zwei Herabstufungen (Informations-/Kommunikationstechnologie und Bau) gegenüber. Im Nahen Osten wurde ebenfalls Informations- und Kommunikationstechnologie herabgestuft.

Rohstoffpreise belasten

Der Trend dürfte sich 2017 fortsetzen, so die Coface-Experten. Denn ein von Coface auf 2,6% geschätztes, globales Wachstum sei nach wie vor recht schwach, und die weiterhin niedrigen Rohstoffpreise würden die Profitabilität vieler Sektoren zusätzlich belasten.

Die Zunahme des politischen Risikos, hervorgerufen durch Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Sieg von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen der USA, dem Brexit und einer Reihe von politischen Ereignissen in Europa, könnte dazu führen, dass Unternehmen in den Industriestaaten ihre Investitionsentscheidungen aufschieben könnten, heißt es bei Coface.

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