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Vorsorge im Netz stark gefragt © www.fotostudio-staudigl.at

Christoph Wendl CEO von ranking-check.info: Hohe Nachfrage im Internet lässt auf steigendes Potenzial schließen.

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Christoph Wendl CEO von ranking-check.info: Hohe Nachfrage im Internet lässt auf steigendes Potenzial schließen.

27.11.2015

Vorsorge im Netz stark gefragt

Im Herbst steigt die Begehrlichkeit nach Informationen über Renten- und Vorsorgeversicherungen. Ein Plus bei den Abschlüssen könnten die Folge sein.

••• Von Reinhard Krémer

WIEN. Rentenversicherungen, sonst eigentlich nicht gerade das spannendste aller Finanzthemen, lassen niemanden kalt – die Nachfrage von Privatpersonen zeigt im Web eine vielversprechende Entwicklung, meldet das Analyse-Team von ranking-check.info.

Das Unternehmen, ein Produkt des Wiener IT-Unternehmens Iphos IT Solution, untersucht laufend die Nachfragevolumina und das Suchmaschinen-Ranking der in Österreich tätigen Versicherungs- und Finanzdienstleister. „Grundsätzlich ist das Thema aufgrund der hohen Nachfrage interessant”, sagt Christoph Wendl, CEO von ranking-check.info. „Das Suchvolumen – also die Anzahl der Online-Suchanfragen nach dem Produkt – betrug im Oktober 2015 exakt 1.410.”

Stark im Herbst

Tendenziell sind jährliche Nachfragehochs in den Monaten Oktober/November erkennbar, wie der Verlauf der letzten zwei Jahre zeigt (siehe Chart). In diesem Jahr ist seit Juli ein Anstieg der Suchan­fragen zu beobachten. „Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass wir uns derzeit in einer Phase verstärkter Nachfrage nach diesem Produkt befinden”, so Wendl. Ein möglicher Grund für diese jährlich wiederkehrende Entwicklung sind verschiedene Motivatoren, sich über private Vorsorgeprodukte zu informieren, wie etwa jährliche Pensionsanpassungen.

In den Nachfragekurven sind auch unregelmäßige Nachfrageströme sichtbar, die wahrscheinlich auf besondere Umstände als Auslöser zurückgeführt werden können. So ist 2014 ein starker ­Anstieg der Nachfrage bis Juni/­August merkbar, was am ab Juni 2014 neu eingeführten Pensionskonto liegt. „Das war wahrscheinlich ein starker Auslöser für das Einholen von Informationen zu privaten Vorsorgemöglichkeiten”, ist Wendl überzeugt.

Interesse durch Thematisierung

Im März 2015 wurde eine Pensionsreform in der Politik breit debattiert. In derartig unsicheren Zeiten und der breiten Thematisierung durch die Medien nutzten mehr Österreicher das Internet, um sich über Möglichkeiten der privaten Pensionsvorsorgen zu informieren.

Am häufigsten wird dabei nach „private Pensionsvorsorge”, „staatlich geförderte Zukunftsvorsorge”, „prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge” und ähnlichen Begriffen gesucht, wobei die unterschiedlichen Suchbegriffe im Jahresverlauf verschieden stark nachgefragt werden. Das dürfte situationsspezifische Interessen der Konsumenten und in zeitlich begrenzten Kampagnen forcierte Werbebegriffe der Branche abbilden. Während noch 2013 der Begriff „Zukunftsvorsorge” die Suchanfragen dominierte, hatte sich im Oktober 2014 und im März 2015 der Begriff „private Pensionsvorsorge” durchgesetzt, sagt der ranking-check.info-CEO.

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