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Zurück zu den Wurzeln im Anleihen-Segment © Lombard Odier Investment Managers

Corrigan: „Viel wichtiger ist die Frage, wie sehr ein Emittent fähig ist, seine Schulden zu bedienen – dies fließt bei uns hinein.”

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Corrigan: „Viel wichtiger ist die Frage, wie sehr ein Emittent fähig ist, seine Schulden zu bedienen – dies fließt bei uns hinein.”

linda kappel 03.07.2015

Zurück zu den Wurzeln im Anleihen-Segment

Kooperation Renommierte Privatbank Lombard Odier kooperiert mit ETF Securities im Bereich Exchange Traded Funds

Gewichtungen der Schuldner nach zwingend logischem Bewertungsansatz der besseren Bonität.

Wien/Genf/London. „Die Mehrheit der Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren konzentriert sich auf Strategien, die einem traditionellen Marktkapitalisierungsansatz folgen. Bei einer Investition in Aktien hat dieser Ansatz zur Folge, dass Anleger in die größten Unternehmen gehen. Auf dem Anleihemarkt bedeutet dies jedoch, dem Emittenten mit dem größten Emissionsvolumen Mittel zur Verfügung zu stellen”, erklärte vor kurzem Kevin Corrigan, Head of Fundamental fixed Income bei der renommierten Privatbank Lombard Odier (LO), bei der gemeinsamen Präsentation innovativer Fonds aus dem Segment der Schuldtitel mit ETF Securities. Dies führe zu ungünstigen Gewichtungen.

„Zuallererst Kreditgeber”

„Wir gehen zurück zu den Wurzeln und fragen uns: Was macht denn Verschuldung aus, welche Bestandteile kennzeichnen ein gutes Schuldnertitel- bzw. Bond-Portfolio?” so Corrigan. Der von LOIM entwickelte fundamentale Ansatz fuße darauf, dass Anleiheanleger zuallererst Kreditgeber sind. „Die Höhe der emittierten Schulden ist nicht relevant. Vielmehr sollte sich eine Investition in Anleihen nach dem gesunden Menschenverstand auf die Fähigkeit des Emittenten fokussieren, seine Schulden zurückzahlen zu können.”
Dieser Ansatz bewertet daher fundamentale Faktoren von staatlichen und privatwirtschaftlichen Emittenten. Bei Staatsanleihen gehören hierzu das Bruttoinlandsprodukt (BIP), das Verhältnis von BIP und Staatsverschuldung sowie die finanzwirtschaftliche und politische Stabilität. Bei Unternehmensanleihen wird zunächst der Beitrag der jeweiligen Branche zur gesamten Wirtschaftsleistung betrachtet. Dann werden Umsatz, Höhe der Verschuldung, Kapitalfluss und Kreditqualität des jeweiligen Emittenten bewertet. So ließen sich Risiko und Rendite für den Anleger verbessern.

Nun als ETFs

Gemeinsam mit dem dem Londoner Experten für Exchange Traded Funds (ETFs, börsegehandelte Fonds), ETF Securities, wurden drei kosteneffektive Anleihe-Exchange-Traded-Funds lanciert, die diesem Ansatz folgen: Der ETFS Lombard Odier IM Euro Corporate Bond Fundamental GO UCITS ETF, der ETFS Lombard Odier IM Global Corporate Bond Fundamental GO UCITS ETF und der ETFS Lombard Odier IM Global Government Bond Fundamental GO UCITS ETF. Sie sind an der Börse Stuttgart und der London Stock Exchange gelistet.
Bisher waren die auf Fundamentaldaten basierenden Strategien für festverzinsliche Anlagen von LOIM Anlegern nur über klassische Investmentfonds zugänglich. Mit den neuen Instrumenten könne nun eine breitere Investorenbasis – von Pensionsfonds und Versicherungen über Vermögensverwalter und Finanzberater bis hin zu Online-Brokern – angesprochen werden. Die Produkte sind in britischem Pfund, Euro und US-Dollar verfügbar und zeichnen sich durch hohe Liquidität innerhalb des Handelstags und Transparenz aus.
Den zugrundeliegenden Indizes liegt eine systematische, regelbasierte Analyse der Fundamentaldaten eines Landes oder eines Unternehmens zugrunde. „Demnächst werden wir einen ETF auf Staatsanleihen von Schwellenländern in Lokalwährung auf den Markt bringen”, sagt Bernhard Wenger, Head of European Distribution bei ETF Securities.
Die älteste Schweizer Privatbank wurde 1796 gegründet, steht zu 100% in Familienbesitz und ist auf Asset- und Wealth-Management sowie institutionelle Vermögensverwaltung spezialisiert.

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