HEALTH ECONOMY
acib forscht mit GE © acib

Biotechforscher aus Graz, Wien, Innsbruck und Tulln kooperieren mit General Electric Healthcare im Bereich der Forschung.

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Biotechforscher aus Graz, Wien, Innsbruck und Tulln kooperieren mit General Electric Healthcare im Bereich der Forschung.

Ina Karin Schriebl 10.02.2017

acib forscht mit GE

GE Healthcare und das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) kooperieren intensiv.

••• Von Ina Karin Schriebl

GRAZ/WIEN. GE Healthcare und das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) starten eine Projektkooperation: Während der nächsten drei Jahre wird die Entwicklung von Zelllinien in „Chinese Hamster Ovary (CHO)”-Zellen vorangetrieben. Mit dieser Forschungsarbeit können neue Tools und Methoden für eine ­effizientere Produktion biologisch hergestellter Pharmazeutika entwickelt werden.

Nutzung für Pharmabranche

Die acib-Forschungsgruppe rund um Nicole Borth (Universität für Bodenkultur Wien, Area-Leiterin am acib) beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit CHO und seiner Nutzung als Produktionswirt für die Pharmabranche. „Durch die Verwendung neuer Tools, die eine Kombination von Informationen über Genomsequenzen und auch anderen Omics-Technologien ermöglichen, wird man immer besser verstehen, wie die Abläufe in der Zelle reguliert werden. Im Zuge der Zusammenarbeit mit GE Healthcare wollen wir uns die Möglichkeit erarbeiten, das Verhalten von CHO-Zellen insofern zu manipulieren, dass wir in der Lage sind, möglichst effizient notwendige Zelleigenschaften zu designen, zu definieren und zu kontrollieren, um optimale Bedingungen für das Produkt zu generieren.”

CHO-Zellen sind ein Werkzeug in der industriellen Produktion therapeutischer Proteine. Dennoch hängt eine erfolgreiche Produktion stark vom Zielprotein und der Stabilität der Zelllinie ab. Die Optimierung für einzelne Produktgruppen gestaltet sich somit zeitaufwendig und deshalb oft auch teuer im Vergleich zu rein chemischen Prozessen. Durch gezielte Maßnahmen und Forschung an CHO-Zellen erwarten sich die Forscher eine erhöhte Produktivität. Das neu erworbene Wissen hat das ­Potenzial, den Zeitaufwand für Optimierungsmaßnahmen stark zu verringern und die Produktqualität zu erhöhen.
Das acib ist ein internationales Forschungszentrum für industrielle Biotechnologie mit Standorten in Graz, Wien, Innsbruck und Tulln sowie weiteren europäischen Partnerstandorten in Hamburg, Bielefeld, Pavia, Barcelona und Rzeszow. Derzeit zählt es rund 200 Mitarbeiter, die in etwa 140 Projekten tätig sind.

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